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— Jetzt, sagte er, mit einem Ausdrucke der Befriedigung, ist der Augenblick, in dem das Verhängnis» über ihn Hereinbrechen muß.
Hierauf verließ er das Gemach.
— Der Kranke, sagte er dann zu dem Landmann, in dessen Zimmer er getreten war, wird nach Verona geschafft werden, ihm ist ärztliche Hilfe nothwcndig, bei Euch würde er sterben; nehmt einen geschlossenen Wagen und begebt Euch sofort mit ihm dorthin, in das Krankenhaus zur Sancta Brigitta; hier ist Geld.
— Ich werde Euer Hochwürden Befehl sofort vollziehen.
Gedankenvoll schritt nun der Pater aus dem Hause deö Landmannes, seine Brust athmete bisweilen beklommen und die verschiedenartigsten Gefühle bemächtigten sich seiner.
— Ich habe das Spiel begonnen, murmelte er in leisem Tone, ich muß es zu Ende führen. Der Weg, den ich einge- schlagcn habe, führt zu zwei Zielen, das eine ist Lucrezia, daö andere der Tod! Doch nicht ohne sie, ich will nicht allein sterben; kann ich nicht im Leben mit ihr vereint werden, also geschehe es durch den Tod. Zunächst ist es meine Aufgabe, auch sie von hier zu entfernen, dann werde ich ihr endlich gestehen das unselige Geheimniß, dessen Centnerlast mich erdrückt, daS mich nicht rasten läßt weder Tag noch Nacht. O, mein Herz ist nicht mehr mein Eigenthum, es ist ein Raub schrecklicher Dämonen geworden, doch bald, bald werde ich von allen Qualen, die eS martern, befreit sein.
Unter solchen trauriger^ Betrachtungen erreichte er Lucrezia'S Wohnung.
— Haben Sie das fromme Werk vollbracht, heiliger Pater? fragte Letztere.
— Es ist Alles geschehen, entgegnete Ambrosio in unbestimmtem Tone; doch nun, fuhr er fort, eine Frage an Sie: Sie sind allein, ohne Schutz, wollen Sie hier bleiben?
— Mir ist diese Einsamkeit lieb geworden, ich möchte sie nicht mehr mit diesem geräuschvollen Venedig vertauschen, doch kennen Sie einen besseren Aufenthalt für mich?
— In Venedig sind Sie nicht sicher, Lucrezia, verweilen Sie noch einige Tage hier, währenddessen werde ich einen Ent-

