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2) Die chemiſch zuſammengeſetzten Körper.
Die oben aufgezählten einfachen Stoffe ſind in der Natur auf mannigfache Weiſe mit einander verbunden. Solche Verbindungen werden mit den Anfangsbuchſtaben der lateiniſchen Bezeichnung der Elemente geſchrieben, aus welchen ſie zuſammengeſetzt ſind und unten an die Buchſtaben Ziffern angehängt, die dann anzeigen, in welchem Verhältniſſe die Atomengewichte(Aequivalente) vorhanden ſind. So ſchreibt man z. B. die oben angeführten Verbindungen, nämlich: Waſſer— HO: Schwefelſäure— SOz; ſchwefelige Säure— 803 und Kohlenſäure CO.
Die chemiſchen Verbindungen laſſen ſich allgemein in organiſche und unorganiſche unterſcheiden. Erſtere gehören dem Thier- und Pflanzenreiche an, während letztere das ganze große unorganiſche Reich bilden.
Die chemiſchen Verbindungen bilden im Mineralreiche verſchiedene Stufen, die man als Ordnungen unterſcheiden kann. So erhält man
1. Verbindungen erſter Ordnung, wenn ſich zwei Ele: mente mit einander verbinden;
2. Verbindungen zweiter Ordnung, wenn ſich zwei Körper erſter Ordnnng mit einander verbinden.
3. Verbindungen dritter Ordnung, wenn zwei Körper der zweiten Ordnung verbunden werden; und
4. Verbindun gen vierter Ordnung, wenn ſich zwei Körper dritter Ordnung unter ſich verbinden.
Zu den Verbindungen erſter Ordnung gehören hauptſächlich die Oxyde oder Verbindungen eines Körpers mit Sauerſtoff, dann die Schwefelmetalle, Legirungen und Haloidſalze.
Bei dieſen Verbindungen zeigt ſich der eine Körper elektro: poſitiv und der andere elektro negativ. Man ſchreibt deßwegen auch die Anfangsbuchſtaben der Elemente nicht beliebig hinter einander, ſondern in der Ordnung, wie ſie durch das elektrochemiſche Verhalten der Elemente erkannt worden ſind. So iſt z. B. der Sauerſtoff des Waſſers negativ und der Waſſerſtoff poſitiv elektriſch. Waſſer wird daher mit Ho geſchrieben.
Zu den Verbindungen zweiter Ordnung gehören zunächſt die Sauerſtoff ſalze, Hydrate und Schwefel ſalze. Bei dieſen ſchreibt man ebenfalls die beiden Verbindungen erſter Ordnung ſo neben einander, daß die erſte den elektropoſitiven und die zweite den elektronegativen Theil bildet und trennt ſie durch einen Punkt. Schweſelſaures Eiſenorydul wird z. B. mit Fe CO. SO; geſchrieben.

