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Die Sauerſtoffſalze entſtehen durch die Verbindung von einer Säure und einer Baſis, wobei die Säure elektronegativ und die Baſis elektropoſitiv iſt. Dieſe Verbindungen werden gewöhnlich nach den Säuren benannt. So erhält man Carbonate oder kohlenſaure Salze; Phosphate oder phosphorſaure Salze. Vertritt in einer Verbindung der zweiten Ordnung das Waſſer die Stelle einer Säure oder Baſis gegen Baſen oder Säuren, ſo heißt die Verbindung Hydrat. Bei den Schwefelſalzen übernimmt ein Schwefel: metall gegenüber einem andern die Rolle der Baſis oder Säure.

Verbindungen dritter Ordnung ſind die Doppelſalze, in welchen das eine Salz gegen das andere elektronegative elektropoſitiv iſt. Die Doppelſalze können aus zwei verſchiedenen Säuren und einer gemeinſamen Baſis, oder aus zwei verſchiedenen Baſen und einer gemeinſamen Säure beſtehen. Sie werden geſchrieben, indem man zwiſchen die Bezeichnung der beiden Salze das Zeichen P ſetzt. So wird Alaun, der noch 24 Atomengewichte Waſſer und im zweiten Salze 3 Atomengewichte Schwefelſäure enthält, mit KO. SO; 4 Al, Oz. 3 805 4 24 H0 geſchrieben.

Verbindungen vierter Ordnung kommen im Mineralreiche ſelten vor.

Die Verbindungen im unorganiſchen Reiche laſſen ſich alle auf binäre Verbindungen, d. h. auf Verbindungen von je zwei Stoffen zurückführen, was im organiſchen Reiche nicht der Fall iſt.

Ill. Einfluß der chemiſchen Beſtandtheile eines Minernls auf die Kryſtallform desſelben. 8. 36.

Jedes Mineral hat eine beſtimmte chemiſche Zuſammenſetzung und beſtimmte chemiſche Miſchungsverhältniſſe Dieſe üben auf die Geſtaltsverhältniſſe der unorganiſchen Körper großen Einfluß aus. Jede kryſtalliniſche Maſſe von beſtimmter chemiſcher Zuſammenſetzung hat eine beſt immte Kryſtalliſation. Gewöhnlich gehören Körper von gleicher che miſcher Conſtitution ein und demſelben Kryſtallſyſteme an und aus gleicher Kryſtalliſation kann man auf gleiche chemiſche Conſtitution ſchließen. Daß aber oft Mineralſubſtanzen von ver­ſchiedener chemiſcher Zuſammenſetzung gleiche Kryſtalliſation und von vollkommen gleicher Conſtitution eine verſchiedene Kryſtalliſation haben können, hat Mitſcherlich wiſſenſchaftlich begründet.

Haben Körper von verſchiedenartiger chemiſcher Conſtitution gleiche oder ähnliche Kryſtallformen, ſo heißt dieſes Verhältniß Iſomorphismus. Beim Iſomorphismus kommen gewöhnlich ähn­