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Abgrund der Verzweiflung ist/ und in der Offen, barung der zweyte Tod genannt wird , ist in Christo Trost. In der Hölle ist zwar Leben. Aber/ o welch' ein Leben, wo Sterben Trost wäre / und die Un­sterblichkeit gerade Verzweiflung bringt; wo die Gesellschaft der Teufel und der gottlosen Menschen einen Theil der Plage ausmacht; wo das Feuer nie erlischt, ein Feuer, gegen welches daö irrdi- sche Feuer im Vergleich nur wie Eiskälte ist; wo dieses Feuer aber erst nur den geringsten Theil der Schmerzen ansmacht; wo solche Leiden gelitten werden müssen, die für den Menschenverstand gleich unbegreiflich sind, wie die Glückseligkeit der From- men. In Uebeln, die zeitlich sind, wenn sie auch noch schwer stnd, ist gerade ihre Vergänglichkeit ein Stern des Trostes und der Hoffnung, leuchtend aus der Ferne in dunkler Nacht. Aber die Hölle seht den größten Uebeln erst noch die Trostlostgkeit keines Aus­gangs, die Verzweiflung der Ewigkeit hinzu. Dieser Schrecken übertrifft alles. Der Erlöser aber, dessen Güte unendlich ist, würdigte stch, diesen Schrecken zu einer Linderung für uns auf stch zu nehmen. Im Garten zwar erlitt er in der Betrübniß und in der Todesangst, die ihm den blutigen Schweiß erpreßte, nur noch die Schwäche der Natur. Aber am Kreuze, da er ausrief:Mein Gott, mein Gott! warum hast du mich verlassen! Ich heule, «aber meine Hülfe ist ferne"; da scheint er sogar