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Len Schrecken der Hölle in der Seele empfunden zu haben. Denn: verlassen seyn von Gott, ist Ließ nicht das größte Nebel aller Nebel, das Schicksal der Verdammten, die Ursache der Verzweiflung?!
Und nicht zu verwundern ift's, daß Christus diese Betrübniß getragen, da er die Sünden aller Men- * schen auf sich genommen hatte; und alle Nebel, die für uns unbesiegbar waren, aus Barmherzigkeit gegen uns besiegbar machen wollte. ES widerspricht nicht seiner Würde alS Erlöser, sondern bewcißt nur um so mehr seine unaussprechliche Liebe gegen daö Menschengeschlecht? In seinem Namen klagt David in den Psalmen: „ES umfiengen mich deö Todes „Bande, und die Ströme der Ungerechtigkeit er- „ schreckte mich; deö Todes Stricke überwältigten „mich." Wir hatten die Hölle verdient; und er, der Unschuldige litt die Angst für uns, auf daß wir, wo wir wegen bösen Gewissen oder aus Na- turschwäche, in daS gleiche Meer von Trostlosigkeit verfielen, mitten in derselben doch im Hinblick ans Christus Trost und Hoffnung hätten. Möge also der leibliche Mensch erschauern, und der Verstand rrost- \ loS seyn, so schreye aus der Tiefe dieser Trostlosig- keit der Geist im Glauben zum Herrn Christo, wie Jonaö im Bauche des WallfifcheS: und er wird wie dieser Erhörung finden. Denn auch derselbe Psalm belehrt uns dessen, da David sagt: „In „meiner Angst rufe ich den Herrn an, und schreye

