5 ®

Bräune anzuwendendeu Quecksilbers einigen Aufschluß finden wird. Setzte man die Gabe her, so könnte sich doch ein Nichtarzt herbei­lassen, dieses heroische Mittel anzuwenden. Und dieses ist ganz gegen den Zweck diese- Schriftchens. Nur findet man noch im All­gemeinen zu bemerken für nöthig, daß die furchtsame Anwendung dieses Mittels, sey es in zu kleinen, oder zu seltenen Gaben, von Sei­ten des Arztes oder Wundarztes dem Kranken eben so schädlich ist; als das Vorurtheil man­cher Altern gegen dieses Mittel. Beider Fehler werden hier unausbleiblich und baldigst mit dem Tode des Kranken bestraft. Jeder Augen­blick ist kostbar, und die Folgen des Fortschrei­lens der Krankheit können hernach nicht mehr gehoben werden. Man überlasse also die Be­handlung ganz dem Arzte, dem man einmal sein Zutrauen geschenkt hat. Er mag Mittel anwenden, welche er will, wenn er den Kran­ken nur ohne alle üble Folgen heil». Und dieses ist gewiß der Zweck, und die Absicht ei­nes jeden Heilkünstlers. Ueberhaupt ist ein für den Arzt höchst unangenehmes, und für den Kranken oft großen Nachtheil bringende- Voruriheil, dem Arzte oft die Form, in der er seine Arznei verschreiben soll, vorschreiben zn