das Getreide zwar recht gut in ung, jedoch ziehe ich ihm die künstliche Hefe, oder die Bierhefe vor.

In den Gährungsbottichen, die nur leicht mit einem Deckel nach der gewöhnlichen Art bedeckt sind, gährt das Gut nicht gehörig aus, und es bleibt noch ein großer Theil der Grundstoffe, aus denen der Weingeist gebildet wird, unaufgeschlossen zurück. Man gebe daher den Bottichen am Rande einen zwei Zoll tiefen und an­derthalb Zoll breiten Falz,, lasse einen gefugten genau schließenden Deckel, wenn das Gut gehefet oder gestellt worden, auflegen, und alle Fugen mit Kleister verkleben. In der Mitte des Deckels ist eine Oeffnung vorhanden, in welche eine i8zöllige 2 Zoll dicke hölzerne Röhre fest- geküttet wird, und durch welche das sich während der Gährung entwickelnde kohlensaure Gas entweicht.

Oh die Gährung beendigt sey,sie währt in ge­wöhnlichen Gährungsbottichen 70 bis 75 , in solchen eben beschriebenen 100 bis 110 Stunden erfährt man durch ein brennendes Wachslicht, das man, an einem Eisendrath befestigt, von Zeit zu Zeit in das Rohr hinabläßt. Verlöscht das Licht, so dauert die Gährung fort, brennt es ununterbrochen, so ist die­selbe beendigt. (Bemerklich mache ich hier noch, daß man in diesen Gährungsbottichen, deren Grund- fiäche noch außerdem einen § größeren Durchmesser wie der obere Rand haben muß, eine weit größere Menge Branntewein aus einer gleichen Quantität Getreide er­hält, als wenn das Gut in den gewöhnlichen Bottichen ,angesteUt ist.)

3. Um recht viel Essigsäure zu machen, kann man auch roo Pfund Getreideschrot 24 Stunden früher ein­teigen, gahrbrennen u.s. w., und diesem den Weinstein zusetzen, und dieses Gut dann den übrigen 700 Pfunden,