eigne Rechnung eine Tonne nach der andern, und hatte wenigſtens meine 25 Procent Proviſton dabey; ſo auch verkaufte ich ihnen Peitſchenſchnüre u. dgl. Kurz und gut, ich nahm auch den geringſten Vor­theil mit, und nach beynahe 2 Jahren, wo ich durch die Güte meines Herrn eine Stufe höher ſtieg, hatte ich mir ſchöne Kleidungsſtücke und eine Taſchenuhr aus meinen eignen Mitteln angeſchafft, und noch bey­nahe 30 Rthlr. erſpart.

§. 2. Mein Stand als Margueur.

Ein reiſender Windbeutel hatte unſerm ehrli chen Johann vorgeſpiegelt, in Carlsbad könne ein gewandter Marqueur während der Badezeit Hunderte verdienen. Dieß hatte er ſich hinter's Ohr geſchrieben, und nahm feinen Abſchied. Nach längerer Zeit erfuh­ren wir jedoch, daß er dort nicht nur keine Condition erhalten habe, ſondern faſt als Bettler weiter gewan­dert ſey, indem er ſich zu Haſardſpielen hatte verlei­ten laſſen, und in wenigen Stunden um Geld und Uhr gekommen war, woran er Jahre lang geſpart hatte.

Auf Befehl meines Herrn hatte ich alſo ſeine Stelle eingenommen, indem die meinige durch einen Andern beſetzt wurde. Ich erhielt alſobald eine grüne Tuch­jacke und Beinkleider von feinerm grauen Tuche, und