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d erb?) Sind die eingewachsenen Massen vorherrschend in die Länge ausgedehnt, so werden sie als Adern, bei flächenartiger Ausbreitung und sehr geringer Dicke als Anflug bezeichnet.
3. Sind in einem Mineral mit bloßem Auge durchaus keine krystallinischen Bestandtheile zu erkennen, so heißt es dicht, wenn unter dem Mikroskop die kristallinische Structur hervortritt (Kalkstein); amorph (gestaltlos), wenn auch bei stärkster Vergrößerung die Masse gleichförmig dicht, ohne alles Gefüge erscheint (Opal). Auch die dichten und amorphen Mineralien zeigen je nach der Art ihrer Bildung sehr mannigfaltige, oft den deutlich krystallinischen ähnliche kugelige, knollige, tropfenförmige, Zapfen - und krustenförmige Gestalten und kommen auch derb, eingesprengt und als Anflug, als sogenannte Dendriten, vor.^)
Von der Spaltbarkeit und dem Vruche der Mineralien.
Jeder Krystall besitzt eine mehr oder weniger deutliche Spaltbarkeit, d. h. er läßt sich nach gewissen Richtungen so theilen, daß die Theile ebene Flächen zeigen, die man Spaltungsflächen nennt. Diese gehen stets einer Krystallsläche parallel, die zwar nicht immer an dem betreffenden Krystall ausgebildet ist, aber dem Formenkreise des Minerals angehört. So ist ein Flußspathwürfel spaltbar parallel den Flächen des Octaeders, in welcher Form er ebenfalls, aber selten krystallisirt. Durch fortgesetzte Spaltung kann man aus jedem Flußspathwürfel ein Octaeder erhalten, und dieser
i) Dieser Ausdruck wird jedoch auch von jedem von einer größeren Masse eines einfachen Minerals abgeschlagenen Stücke gebraucht.
^) Die sogenannten Dendriten sind zierliche bäum- oder strauchähnliche Zeichnungen, die sich als Anflug auf engen Klüften der Gesteine gebildet haben und von Laien für Pflanzenabdrücke gehalten werden. Sie bestehen aus Eisenoxydhydrat und Manganoxyd, daher ihre braune bis schwarze Farbe. Auch die pflanzenähnlichen Zeichnungen im sogenannten Moosachat sind hierher zu rechnen.

