Panaxgummi Papier. 7

der schwachen Medocweine, doch werden auch viele derselben ausgesuhrt, da ste den Seetransport gut vertragen, und deshalb rechnet man sie auch zu den Vins de car- gaison (s. auch Bordeauxweine).

Panaxgummis s. Opoponax.

Panelte nennt man in Frankreich eine Art Rohzucker aus den sranz. Kolonien.

Panha, s. Paina.

Panico's, s. Pagnes.

Panne nennt man in Frankreich und den Niederlanden einen plüschartigen Zeug, dessen Grundkette Organsinseide, das Haar aber, welches die sammtartige Oberfläche bildet, feine Wolle ist. Man verfertigte ihn sonst in großer Menge in Paris, Lille, Amiens, Rouen, Abbeville rc. in Frankreich, sowie auch an mehreren Orten in Holland, in verschiedenen Mustern nnd Farben, gestreift, gewürfelt, ge­blümt rc. und verwendete ihn zu Teppichen, Möbelüberzügen, zum Ausschlagen der Kutschen rc. Jetzt kommt er unter diesem Namen nicht mehr vor.

PaQOS ferros oder Panos de ferro nennt man in Portugal die franzö­sischen und deutschen dichtgewebten weißgarnigen Leinen, namentlich die in Schlesien und der Oberlausitz gewebten sogenannten Dowlas, die besonders nach Brasilien gehen.

Panses de Damas werden in Frankreich eine Art levantischer, von den Ker­nen befreiter Traubenrosinen genannt, die in halbrunden Schachteln von '15 60 Pfd. eingeführt und besonders in den Apotheken verwendet werden.

Paü868 muscate sind eine Art französischer Traubenrosinen von der gleichna­migen Muskatellertraube, die besonders in der Gegend von Marseille gezogen wird. Sie sind außerordentlich süß und von angenehmem Geschmack, und sind oft ganz mit dem daraus hervorgedrungenen Zucker überzogen. Man versendet sie gewöhnlich in Kistchen von 474 8 Pfd.

Pantherfelle oder Parderfelle, von dem in Afrika, Arabien, Ostindien rc. lebenden Panther und von mehreren Abarten desselben, welche als Pelzwerk zu Decken, Fußteppichen u. dgl. gebraucht werden. Der eigentliche Panther hat eine rothfahle Grundfarbe mit hufeisenförmigen oder ringförmigen dunklen Flecken in deren Mitte sich gewöhnlich ein kleinerer Fleck befindet; Brust und Bauch sind weiß. Im Pelzhandel nennt man gewöhnlich alle Felle dieser Art mit runden Flecken Pantberfelle und die gestreiften Tigerfelle. Zu den ersteren werden daher auch die Felle des Leoparden, des Jaguars oder der Unze, des südamerikanischen Ocelot, des Gepards oder Jagdleoparden, der Pantherkatze rc. gerechnet. Pantoffelholz, s. Korkholz.

Pao de rosa heißt ein schönes dunkelrothes gemasertes Holz aus China.

Paolo, Silbermünze im Kirchenstaate und in Toskana; s. beides.

Papagallo nennt man in Italien einen dem Lachs ähnlichen, aber längeren und schmäleren Fisch, wahrscheinlich der Salmbarsch, 8ciaena Labrax, welcher bei Neufundland gefangen und eingesalzen in Tonnen daselbst eingeführt wird. Er ist weniger geschätzt als der Lachs.

Papeline war ein halbseidener glatter Zeug, dessen Kette aus gezwirnter Or­gansinseide, der Einschlag aus feiner Wolle, zuweilen auch aus Baumwolle bestand, der aber schon seit geraumer Zeit wieder aus der Mode gekommen ist. Man ver­fertigte ihn in Deutschland, Frankreich rc., einfarbig, changirend, gestreift, geblümt und verschiedentlich gemustert; auch hatte man doppelte Papelines, deren Kette stär­ker war als bei den gewöhnlichen.

Papetto, Silbermünze im Kirchenstaate, s. d.

Papier ist bekanntlich eine aus verschiedenen zerkleinerten Pflanzenstoffen be­reitete und in dünne Blätter geformte Masse, welche so viel Festigkeit und Zusam­menhang hat, daß darauf geschrieben, gedruckt, gezeichnet, gemalt rc. werden und daß man sie auch zum Einpacken und zu vielen anderen Zwecken brauchen kann. Man verfertigt dasselbe jetzt vorzugsweis aus abgenutzter und nicht weiter brauch­barer Leinwand, die man zu diesem Zweck Hadern (s. d.) oder Lumpen, in