Saalecker ist ein sehr guter weißer Frankenwein, der in der Umgegend des Schlosses Saaleck bei Hammelbnrg im bayrischen Kreise Unterfranken erbaut wird und von dem die beste Sorte dem Stein- und Leistenwein an Gute gleichkommt.
Saalfelder Roth, eine rothe Erdfarbe, die in Saalfeld in Thüringen ans eisenhaltigem Alannschiefer bereitet wird.
Saat nennt man zuweilen im Allgemeinen den Rüb- und Napssamen.
Sabadillsamen oder Läusesamen, Semen Sabadillae, sind die Kapseln und Samenkörner einer in den Gebirgen von Mexiko wachsenden Art Nießwurz, Veratoum officinale. Die elfteren sind zu drei fast bis oben znsammengewachsen, gelblichbraun von Farbe, dünnhäutig und geruchlos; die darin enthaltenen Samenkörner sind länglich, bis 3 Linien lang, dreiseitig, oben schief abgestutzt und glänzend schwarz, ohne Geruch, aber von unangenehmem, brennend scharfem, bitterem Geschmack. Sie enthalten einen scharfen, sehr giftigen Stoff, Veratrin (f. d.) genannt, zu dessen Bereitung sie verwendet werden, und außerdem zu Läusesalbe. Mau erhält die Maare in Bastpacken von ca. 80 Psd.
Saccharum Lactis, s. Milchzucker.
Saccharum Saturni, s. Bleizucker.
Sacchette, Tele Sacchette, nennt man in Italien eine feine, weiße, gestärkte und geglättete Leinwand aus Schlesien und Böhmen, in festgerollten und gebundenen Stücken, die in einen Ueberzug von geringer Leinwand eingenäht sind.
Sacchetti, s. San ab eile.
Sachsen, deutsches Königreich, zwischen Preußen, Böhmen, Bayern, Neuß, Weimar und Altenburg, hat aus 272 mMeilen 1,894636 Eiuw. (am 3. Dee. 1849). Die größere südöstliche Hälfte des Landes ist gebirgig, indem es die nördlichen Abhänge des Erzgebirges enthält, an das sich im Osten ein Theil des Lausitzer Gebirges anschließt; der nördliche Theil ist eben, mit einigen einzelnen Bergen und Hügeln. Das Erzgebirge hat rauheS Klima und der Boden ist meist zum Ackerbau untüchtig, ein Theil desselben bewaldet; die niedrigeren Berge und die Ebenen haben fruchtbaren, zum Theil sehr reichen Boden, in den Flußniederungen auch schöne Miesen. Der Hauptfluß ist die Elbe und deren wichtigster Nebenfluß die Mulde,.welche aus der Vereinigung der östlichen Freiberger und der westlichen Zwickauer Mulde entsteht; die erstere nimmt die Zschopau, die letztere die Chemnitz auf Die weiße Elster, in welche sich die Pleiße ergießt, fließt zur Saale, und im östlichen Theile ist die schwarze Elster mit der Röder und Pulsnitz, sowie die Quellen der Spree und der Neiße. Der Ackerbau wird im fruchtbaren Theile des Landes in großer Vollkommenheit betrieben, kann aber in der Regel den Bedarf der stark bevölkerten Gebirgsgegenden, die meist nur Kartoffeln erbauen, nicht befriedigen; außerdem wird viel Raps und Rübsen, in dem Theile rechts von der Elbe Heidekorn, in einigen Gegenden Tuchkarden, im oberen Gebirge Arzneikräuter, hin und wieder etwas Hopfen, bei Dresden, Leipzig und an einigen anderen Orten viel Küchengewächse, in mehreren Gegenden viel und gutes Obst und am rechten Elb- user zwischen Piluitz und Meißen Mein erbaut. Den Seidenbau sucht die Regie-

