Paron Pastellage. 27

Piacenza hat die Brenta 96 Boccali und ist 76 Liter. Gewicht. Die Libbra oder das Pfund hat 12Once ä 24 Denan ä 24 Grani und ist in Parma 328 Grammen, in Piacenza 317,517 Gr.; der-Rubbo hat 25 Libbre.

Paron, ein guter rother Burgunderwein 4. Klasse aus der Gegend von Sens im Depart. der Aonne.

Parquets, s. Parketten.

Parten oder Schiffsparten, s. Rhederei.

Partiale, Partial-Obligationen, Partial-Loose, s. Staatspapiere.

Partieipationsgesellschast, s. Handelsgesellschaft.

Partridgeholz, s. Rebhühnerholz.

. Pascherei, s. Contrebande.

Paskat, s. Indianische Vogelnester.

Paffa nennt man in Italien die Rosinen, auch eine Art großkörniger Korallen.

Passarillos oder Passerilles heißt in Italien, Spanien und dem südlichen Frankreich eine Art Muskatellertrauben, die in Schachteln versendet werden. Pas- sarillos da Sol werden in Spanien Traubenrvsinen genannt, die an der Sonne getrocknet worden sind, indem man sie an den Stöcken hängen läßt und die Stiele an mehreren Stellen zur Hälfte durchschneidet, und Passarillos de Lexia nennt man daselbst solche, die in eine Lauge von Weinrebenäsche getaucht worden sind, wobei sie ausspringen und der herausdringende Zuckersaft an der Luft verhärtet; diese be­reitet man besonders in der Gegend von Alicante.

Passarine ist eine Art Traubenrosinen, die besonders bei Starni und Terni im Kirchenstaate bereitet werden und aus sehr süßen, länglichrunden, kernlosen und ganz dünnschaligen Trauben bestehen.

Passato, ital., heißt verflossen oder der vorige, und wird zuweilen in der Korrespondenz für vorigen Monats (eigentl. mese passato) gebraucht.

Paftsesin nennt man die leichtesten und wohlfeilsten glatten Seidenbäuder, die nicht gummirt oder sonst appretirt sind.

Passements werden in Frankreich überhaupt die Posamentirarbeiten genannt, namentlich Borten, Schnuren, Tressen u. dgl. von Gold, Silber, Seide, Wolle rc., und früher auch Spitzen.

Passerilles, s. Passarillos.

Passirgewicht nennt man dasjenige Gewicht der Goldmünzen, das sie wenig­stens haben müssen, um zu dem bestehenden Conrse genommen zu werden, das aber etwas leichter ist, als das gesetzliche. Es kommt in Deutschland besonders bei den verschiedenen Pistolen (Louisdor) und Ducaten vor, und ist dei den ersteren etwa 1 As, bei den letzteren % As auf das Stück leichter als das volle Gewicht dieser Münzen; doch ist dies nicht überall gleich. Man nennt diese Münzen bann Pas- sirp ist ölen und Passirdukaten, und an mehreren Orten wird für die letzteren auch ein besonderer Cours notirt. Den Namen Passirpistolen aber bezieht man ge­wöhnlich nicht allein aus das Gewicht, sondern auch auf den Feingehalt, indem man namentlich die mecklenburgischen, hannöverschen, braunschweigischen und dänischen darunter versteht, welche sämmtlich 21 Kar. 6 Gr. f. sind, und in Bezug auf das Gewicht werden gewöhnlich, mit Berücksichtigung der Abnutzung 35%35% St. auf die rauhe Mark gerechnet.

Passiva nennt man die Schulden, die Jemand, besonders ein Kaufmann rc. zu bezahlen hat und die mithin von dem Betrag seiner Activa oder Besitztheile abgezogen werden müssen, um den wirklichen Vermögensstand zu ermitteln. (S. auch Activa.)

Passoline nennt man in Italien die Korinthen.

Pastel, s. Waid.

Pastellage nennt man in Frankreich allerhand Figuren von Menschen, Thie- ren, Früchten, Blumen rc., die entweder aus. Zucker bestehen und zum Essen be­stimmt find, oder die aus einem mit Zucker vermischten Mehlteig verfertigt sind und