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verfertigten Artikel das Wort Patent vor/ und man hat daher z. B. Patenthüte, Patentnähnadeln rc. (S. auch Concessiou und Monopol.) Da das Wort Patent auch überhaupt eine öffentliche schriftliche Bekanntmachung oder ein Zeugniß einer Behörde bedeutet, so wird es beim Schiffswesen auch in dem Ausdrucke Ge­sund heit spat ent (s. d.) gebraucht.

Patentgrün, s. Zinnober, grüner.

Patenthüte nennt man zuweilen die dreieckigen Mannshüte, welche sich platt Zusammenlegen lassen und die eigentlich nur dazu bestimmt sind, unter dem Arme getragen zu werden. Auch die zum Zusammenlegen eingerichteten Gibushüte (s. Hüte) werden zuweilen Patenthüte genannt.

Patentschnallen nennt man eine Art Schuhschnallen, die noch zuweilen ge­tragen werden, mit denen aber die Schuhe nicht zugeschnallt werden, sondern die nur vermittelst 4 spitziger Häkchen, die sich an der unteren Seite derselben an Fe­dern befinden, darauf befestigt werden. Sie bestehen daher aus einem länglich vier­eckigen oder ovalen Reifen, meist von vergoldeter Bronze, oder auch von Silber oder Gold, der auf einer mit lackirtem Leder überzogenen dünnen Stahlplatte be­festigt ist.

Patentstrohzeug, s. Stroh gaze.

käte pectorale ist der Name eines vom Apotheker Georgs in Epinal ver­fertigten und auch in deutschen Zeitungen häufig ausgebotenen, den Hustenreiz bei Katarrh mildernden und auch angenehm schmeckenden Mittels, das auf folgende Art vollkommen nachgeahmt werden kann. Man bereitet aus 1 Unze zerschnittenem Süß­holz 8 Unzen eines kalten Jnsusums, filtrirt es, setzt 16 Unzen gestoßenen Raffinad, 16 Unzen gest. arabisches Gummi, dann 12 zu Scbaum gerührte Eier und 1 Unze Kurkumetinktur hinzu, und dampft es im Wasserbade ab, bis es sich in Platten rollen läßt.

Paternoster, s. Rosenkränze.

Paternosterbaum, s. Zederach.

Paternosterkörner, s. Abrusbohnen.

Pütoles heißen leichte, gedruckte, gemalte oder auch gestickte ostindische Sei­denzeuge, die besonders in der Provinz Guzurate verfertigt werden und nach den ostindischen Inseln gehen, wo die reichen Eingeborenen sie als Pagnes tragen.

Patras, befestigte Stadt am Meerbusen von Patras oder von Lepanto auf der Halbinsel Morea in Griechenland, mit 12000 Einw., die bedeutendste Handels­stadt des Landes. Sie ist, nachdem sie im griechischen Freiheitskriege fast gänzlich zerstört worden, neu und regelmäßig wieder aufgebaut; sie hat 12 Kirchen, eine Moschee, Cijadelle, einen schönen Hafen mit Molo, bedeutende Magazine, und ist nicht allein der Mittelpunkt des Handels von Morea, sondern auch der erste See­hafen Griechenlands. Die wichtigsten Ausfuhrartikel sind Korinthen, Seide, Wolle, Haare, Oel, Getreide, Häute, Gummi-Tragant, Knoppern, Feigen, Lakrizeusaft, Taback, Honig, gesalzene Fische, Blutegel, Käse rc. Die bedeutendsten Einfuhrge­schäfte werden mit England und Oesterreich in Manufaktur-, Leder- und Eisenwaaren, mit letzterem auch in Tauwerk, Bauholz, Steingut und Glaswaaren, mit Holland in Kolonialwaaren gemacht und außerdem Felle aus der Türkei und Italien, Seife von den Jonischen Inseln, etwas Wein aus Frankreich rc. bezogen. Besonders haben die englischen und französischen Handelshäuser, die sich hier niedergelassen, nicht allein zur Hebung des Handels, sondern auch des Ackerbaues und der Seidenkultur beige­tragen, namentlich durch Anlegung größerer Seidenspinnereien, durch Vermehrung des Anbaues der Baumwolle, durch Verbesserung der Kultur und Behandlung des Weines, so daß derselbe jetzt ausgeführt werden kann, durch bessere Trocknung der Korinthen rc. Es betrug in den Jahren