Quecksilbersublimat, ätzendesQuittungsbogen. 127

Queckstlbersublimat, ätzendes, s. Quecksilberpräcipitat, rothes.

Queensmetall heißt eine in England erfundene Legirung von Zinn, Blei, Spießglanz und Wißmuth.

Queine, ein rother Burgunderwein 3. Klasse ans der Gegend von Auxerre im Depart. der Könne.

Quendel, s. Feldkümmel.

Quendelöl, Oleum Serpylli, ein durch Destillation des Feldkümmels ge­wonnenes röthlichgelbes Oel, von dem verstärkten Geruch der Pflanze, das in der Medizin gebraucht wird.

Quent, Quentchen, Quentin, ein kleines Gewicht in Deutschland und mehreren angrenzenden Ländern, der 4. Theil des Lothes.

Quercitronrinde oder Färbereichenrinde, die gemahlene mittle Rinde der in Nordamerika einheimischen und seit einiger Zeit auch in Frankreich und Deutsch­land angepflanzten Quercitroneiche oder Färbereiche, Quercus nigra oder tinctoria. Nachdem die äußere Rinde des Baumes abgehobelt ist, wird die innere getrocknet, zwischen Mühlsteinen gemahlen und fest in Fässer gestampft versendet. Es ist ein grobes Pulver, das aus kurzen gelben Fasern und einer feinen pulverigen Substanz besteht, und die Waare ist um so besser, je mehr sie von der letzteren enthält, denn diese ist am farbreichsten. Man verwendet sie zum Gelbfärben auf Wolle, Baumwolle und Leinen, und auch zum Tafeldruck, doch färbt sie nicht so dauerhaft als Wau. Den färbenden Stoff stellt man unter dem Namen Querci­trin in Gestalt feiner, gelblichgrauer Schuppen dar.

ÜU6U68 de rats oder Rattenschwänze, s. Taback.

Queyries sind sehr dunkle rothe Bordeauxweine 4. Klasse, die in den Pflan­zungen der zu Bordeaux gehörenden Vorstadt Chartrons am rechten Ufer der Ga- ronue gewonnen werden und den ersten Rang unter den Palusweinen einuehmen. Quickbrei, s. Amalgam«.

Quilting, f. Pique.

Quincailleriewaaren, s. Kurze Maaren.

Quinetts, s. Cw nee nt zeug.

Quinin, s. Chinin.

Quinson, ein angenehmer Provencewein aus der Gegend von Riez im Depart. der Uuteralpen.

Quintal (Centner), Gewicht in Frankreich, der französischen Schweiz, Spa­nien rc.; s. die Art. über diese Länder.

Quintins oder Quintes nennt man in Frankreich verschiedene leinene Gewebe, die in und um Quintin im Depart. der Nordküsten verfertigt werden.

Quitschenbaum, s. Eberesche, zahme.

Quitten, die Früchte des im südlichen Europa einheimischen, in Deutschland in Gärten angepflanzten baumartigen Quittenstrauch s, Pvrus cydonia. Sie haben fast die Form eines großen Apfels oder auch einer Birne, sind goldgelb von Farbe und mit einer abfallenden bräunlichgrauen Wolle bedeckt; sie haben einen eigenthümlichen, angenehmen Geruch und einen herben zusammenziehenden Geschmack. Roh werden sie nicht gegessen, aber in Zucker eingemacht und auf verschiedene andre Art zubereitet, uud auch der Saft wird in der Küche und bei der Conditorei ge­braucht; auch verfertigt man Marmelade, eine Art Likör oder Ratafia und Quitten­wein daraus. Die glänzenden, braunen, auf einer Seite platten, auf der andren bauchigen Samenkerne, Semen eycioniomim, werden in den Apotheken geführt und wegen des in der Schale enthaltenen vielen Schleimes in der Medizin gebraucht; auch wird der Quittenschleim zuweilen anstatt des Gummi und von den Perücken- macheru benutzt.

Quittung, s. Schein.

Quittungsbogen, s. Actien.