mit einer allgemeinen^ Kraft nicht aus; man ist ge­zwungen, für jede Reihe verwandter Erscheinungen eine besondere Kraft anzunehmen. Daher die Aus­drücke: Schwerkraft, chemische Kraft, Lebenskraft re.

4.

Den Inbegriff der durch Betrachtung und Be­obachtung der Natur gewonnenen Erkenntnisse nennt man Naturkunde. Diese zerfällt in die Natur­geschichte und Naturlehre. Jene lehrt die Na- turkörper nach ihren verschiedenen Formen erkennen, sie nach dem Principe der Aehnlichkeit ordnen, und beschreibt auch die sich an ihnen von ihrem Entstehen bis zu ihrem Vergehen ergebenden Veränderungen; diese sucht dagegen die Erscheinungen und ihren ursächlichen Zusammenhang in der Körperwelt zu erklären.

5.

Alle Naturkörper zerfallen in zwei große Abthei­lungen :

1) Organische (lebende) und

2) Unorganische (leblose) Körper.

Die organischen Körper bestehen aus sehr un­gleichartigen Theilen, die jedoch so harmonisch Zusam­menwirken , daß durch sie das Bestehen des Ganzen gesichert ist. Die Wirkungen gehen von einem innern Principe der Bewegung aus, welches Lebenskraft genannt wird. Die unorganischen Körper bestehen aus gleichartigen Theilen, ohne Spuren von Organi­sation und Lebcnsäußerung, und bleiben dem Wesen nach immer dieselben, wenn sie auch zerstückelt werden.