324
gen fortgerissen. 'Einer wirkte nicht so mächtig auf ben andern, als auf beide etwas Höheres." Daß aber diese Meinung schon frühe in der christ. llchen - dt vorhanden war, gesteht Garve anderswo, wo er sich von den falschen Dekretalen so aus, sert: »Wenn die Päpste durch Erdichtung und Ausbreitung (derselben) ihre Rechte erweiterten, so setzet ja dieses augenscheinlich schon zum voraus, daß die Völker den Decreten der Päpste einige gesetzgebende Gewalt e t n r ä u m - ten. 'Man schob den ersten Bischöfen Roms Briefe unter, welche sie nie geschrieben hatten; aber was wurde dies ihren Nachfolgern genutzt haben, wenn nicht schon die Meinung, daß die alten Bischöfe Roms harten v e r b i n d l i ch e V o r - schriften geben können, rvare weit verr breitet gewesen." Recensent der Rotreckischen Allgemeinen Geschichte in Felders Litt Zeit, i8»5. S. 10 . Die Nothwendigkeit der höchsten Gewalt, um kräftig wider entstehende Irrrhumer handeln zu können, erkennt Garve, da er in der Monatschrtsr also chreibt: »UeberdieS war es diese Vereinigung aller katholischen Länder unterem gemein fcha ft*
( id)e -S Oberhaupt, welche i h r diejenige G e w a l r g a b, w o d u r ch sie t m Streite gegen d i e Kerzer so fürchterlich wurde. Ilm Kriege zu fuhren , ist ein Änfuhrer mit ung erhelltem Ansehen nöth'g « In der lgvie Nikolai ihm, hierin richtig, zeigt) irrigen Voraussetzung, daß nun die Monarchie des Papstes viel gemäßigter sey, fährt er fort: »Mögen also die Bischöfe noch mehr weltliche Hoheit und Reichrhumer besitzen, als sie haben muß, ten, wenn sie wahre Lehrer des Volks seyn sollten. — D i e Kraft, m l t d e r s i e w i r ke n , ist doch nur einzeln getheilt, und also von geringem Umfange, so ba l d n rch t d i e He r rscl> a fr d e s Papstes u b e r s i e alle, l h r e n B e in u h u n g e n e l n e n V e r e r n i g r« ii g sp ii n c t m e h r g i eb t, so bald sie nicht durch blinden (ist eben nicht nörhlg) Gehorsam gegen ein allgemeine^

