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Lesen nnd Schreiben sind daher die natürlichsten Hülfs- und Erleichterungsmittel zur Erlernung aller übrigen Lchrgcg« enstände, und die zweckmäßigste Veranlassung zur geistigen Srlbstbeschäftigung für Schüler.

Eben daber müssen auch schon die ersten Stufen der Schrill, spräche mag man die Schüler lesend zum Schreiben, oder schreibend zum Lesen führen zunächst mit Verstandes, und Sprach-Uebungen verbunden, und später abwechselnd über alle Lchrgegenstände der Schule verbreitet werden.

Soll das Lesen voraus?

Da man lesen lernen kann obne zu schreiben, aber, im eigentlichen Sinne, nicht schreiben kann ohne zu lesen, und das Schreiben selbst wieder das angemessenste Ucbungs- mittel für das Lesen ist, so kann man ganz wohl den Unter­richt des schriftlichen Sprechens wie bisher mit dem Lesen beginnen, und die Schüler nebenbey mit den Vorübungen des Schreibens, nämlich mit dem Darstcllen der verschieden­artigen Striche und schönen Formen auf Schiefertafeln be­schäftigen,'- oder, was- zugleich in Beziehung auf das ästhetische Gefühl noch zweckmäßiger wäre, mit dem Pesta- lozzischen Elemcntarzeichnen, wovon ich weiter unten nähere Auskunft geben werde.

Haben die Schüler aber einmal einige Fertigkeit im Lesen erreicht, so muß man fetzt (wie die Schreib-Lesclehrcr) neben sparsamerem Lesen des Gedruckten, das Schreiben zum Hauptgeschäfte machen, diesem die täglichen Stunden zu­wenden, die man sonst auf das Gedrucktlesen verwendete, und es mit angemessenen Verstandesübungen durch alle Ver­hältnisse der Sprache führen, wie ich später andeuten werde, und es in meiner Sprachlehre ausführlich dargcstcllt habe.

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