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Kein natürliches Verfahren.

Mag nun eine Methode mit dem Lesen oder mit dem Schreiben beginnen, so ist es doch immer kein naturgemäßes Verfahren, den ersten Unterricht so gerade hin mit den Sprechlauten und Buchstaben zu beginnen, an denen doch das Kind unmöglich ein Interesse haben kann, ehe es einen Begriff oder auch nur eine Ahndung davon hat, wohin man es damit führen wolle. Auch das Kind will wissen: tob hinaus, und geht um so lieber, wenn es weiß, wohin.

Man denke sich doch, wenn man noch anders kann, in die Lage eines Kindes, und stelle sich vor, wie es diesem seyn müsse, wenn man ihm eine Reihe Buchstaben, unter den­en es sich keine Soldaten, keine Häuser, keine Thierchen eigentlich gar nichts zu denken weiß, vorzeigt, und mit be­deutender Miene, als wenns lauter Goldkörner wären, sagt: Schau, mein Kind! dieß sind Buchstaben.

Dieses hier ist ein gerader Strich: oben gebrochen, unten gebrochen, mit einem Punkte über sich; es ist ein j. Was ists?

Warum doch, mögte das Kind denken, so viele Um­stände mit diesem kleinen Dinglein? Wenns auch etwas wäre! aber so gar nichts.

Nicht weniger sonderbar muß es einem Kinde Vorkomm­en, wenn man, um es sogleich bcym Abcce - Unterrichte so recht zum vollen Bewußtseyn seines Thun und Lassens zu bring­en, z. B. bey s sagt:

Sieh, mein Kind! Tieß ist ein Buchstab. Wenn mgn ihn aussprechen will, so muß man die Zunge mit ihrer Spitze hinter die obern Zähne Hallen, und sausen. Versuche es einmal!