Recht so! da hast du jetzt einen Laut erfunden. Sage noch einmal, was man thun muß, nm diesen Buchstaben auszusprechen?

Ach! mögte hier das Kind sagen; warum soll man denn gerade bei diesem kleinen Dinge so lange im Munde herum­denken , und dann erst sausen.

Eben so kann doch auch die Freude bey einem Kinde so gar groß nicht seyn, als man meint, wenn man den Les­unterricht mir nichts, dir nichts sogleich mit dem Schreiben der Buchstaben beginnt. Z. B.

Man sagt ihm: Du mußt jetzt Buchstaben schreiben lernen. Gieb Acht, ich will dir einen vormachen:

Ich fahre aufwärts, abwärts und wieder aufwärts es ist ein^^ (oder wird so ausgesprochen)

Wird hier das Kind nicht zunächst denken: Ja! wennö noch ein Blümchen, oder ein Tbierlein, oder so was wäre; aber das sieht ja gar nichts gleich!

Das Kind ist indessen geduldig, tbut alles, weil cs muß, und bringt endlich den verlanglcu Buchstaben zuwege.

Brav! sagt der Lehrer. Du hast jetzt einen Buchstaben erschaffen aus eigener Thätig- keit hervorgebracht. Das ist schön!

Und das Kind soll sich hier über den Buchstaben freuen? . Nichtsweniger; es ist nur froh, daß der Lehrer zufried­en ist.

Hat man es auch mit einer oder der andern solcher Vcr- fahrungsweisen irgendwo einmal ziemlich weit gebracht, so läßt sich darum noch nicht behaupten, daß d(e Methode gut sey; denn auch mit der schlechtesten Methode kann man viel ausrichten, dieß beweist die ehemalige Buchstabiermethode.

Es kommt dabcy hauptsächlich auf den Fleiß und den Eifer des Lehrers an.