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Grundsätze und Beurtheilung.
»Eine gute Methode muß vom Bekannten zum Unbekannten übergehen.«
Demnach muß der Unterricht deS schriftlichen Sprechens vom mündlichen auSgehen.
»Eine gute Methode muß vom Einfachen zum Zusammengesetzten übergehen; ist aber das Zusammengesetzte bekannter, so muß von diesem ausgegangen werden.«
Wollte man z. B. Kindern begreiflich machen, daß ein Sandstein eine zusammengesetzte Masse von Sandkörnern sey; würde es nicht natürlicher seyn, den Stein sogleich vor ihren Augen in seine Theilchen zu zerschlagen, als durch all- mähliges Zusammenkleben einzelner Sandkörnlein einen Stein entstehen lassen zu wollen?
Darum muß auch die Lautlehre von dem schon bekannten Worte zu den einzelnen Sprechlauten übergehen, und es gehen daher alle jene Methoden, die mit den einzelnen Sprechlauten beginnen, und die Wörter erst entstehen lassen wollen, den verkehrten Weg; sie mögen diese Elemente bloß aussprechen, oderauch zugleich schreiben lassen.
Sprechlaute braucht man einen Schüler mit fünf Sinnen nicht erst bilden zu lassen; sie sind bey ihm schon längst im Worte da gewesen, — man darf ihn nur aufmerksam darauf machen. Ein Anderes ist es, wo es ihm an der Aussprache fehlt.
Laute bilden, Silben bilden, Wörter entstehen lassen — mag immer eine Anleitung für einen Taubstummen bleiben, bey dem dergleichen noch nie vorhanden waren.

