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2) Rother Sommer ⸗Cabill.
Ge ſtalt: mittelgroß, etwas hoch gebaut, nach dem Kelche zugeſpitzt, zuweilen auch abgeſtumpft mit kleinen Falten an der flachen und engen Kelcheinſenkung, welche meiſtens über die ganze Frucht hinlaufen.
Schale: ſtark, im Liegen geſchmeidig, weißlichgrün oder gelblich, von der ſchönſten Carmoiſinröthe überall überzogen.
Fleiſch: weiß, fein, locker, ſaftreich von angenehmem erdoder himbeerartigem Geſchmack und violenartigem Geruch. Roſenrothe Ader ums Kernhaus und nach der Schale hin ſanft geröthet.
Reife: Mitte Auguſt.
Nutzung: Tafel⸗ und Haushaltungsobſt.
Der Baum wächſt gemäßigt, wird nicht groß und muß zeitig verjüngt werden, da die Früchte ſonſt unreif abfallen.
Aus ſteller: Karl Roth J. zu Nidda.
3) Rother Herbſt⸗Calvill.
Geſt alt: groß, rund und hochgebaut, nach dem Kelch etwas zugeſpitzt mit ſtarken Rippen über die ganze Frucht bis zur Kelcheinſenkung und ungleiche Höhe.
Schale: ſehr fein, glatt, fettig grünlich, mit dem ſchönſten dunkeln Carmoiſinroth, welches an der Sonnenſeite bis zu Schwarzroth ſich verſtärkt, überzogen mit weißlichen oder bräunlichen Baumflecken.
Fleiſch: von der Schale herein mehr oder weniger roſenroih; um das Kernhaus und innerhalb deſſelben weiß, fein, locker, mürbe, ſaftig, von angenehm weinſäuerlichen, etwas himbeer⸗ oder roſenartigem Geſchmack und Geruch.
Reife: Anfang October bis gegen Weihnachten.
Ru tzung: Guter Tafelapfel, beſonders aber als Wirthſchaftsobſt zu jedem Gebrauch zu empfehlen.
Der Baum wird groß, wächſt lebhaft, trägt ſeine Aeſte ſchön hoch und iſt ſehr fruchtbar.
Aus ſteller: Johannes Emrich XX. zu Bleichenbach(als Himbeer⸗Apfel Gemeinde FZauerbach. Wilhelm Schneider auf der Papierfabrik(als Erdbeer⸗ Apfel.) Oberſteiger Plock zu Salzhauſen(als geſtreifter Kohlapfel Bärgermeiſter Ronthaler zu Langd (als Birnreineite. Lehrer Heck zu Selters.
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