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Fristen, die unser Ritter wegen des Wechsels sich persönlich erbat, sahen die drei Grazien als so viele sinnreiche Erfindungen der Liebe an. Der Banquier ward durch daS sehr höfliche Betragen des Wechselbarons selbst nachgiebiger, so wenig er sonst das Wort: Nach gäbe rannte; er ließ sich indeß, Lebens und Sterbens wegen, noch eine besondere Schrift, und, weil er mit einem Baron zu thun hatte, auf Stempelpapier ausstellen, worin dieser ausdrücklich stipuliren mußte, auch die Verzögerungszinsen mit — vom Hundert dankbarlichst zu getreuen Händen berichtigen zu wollen. Der Emsige fand, wie er sich sonst erklärte, keine Bedenklichkeit, Zehn von Hundert zu nehmen, da selbst der Gott Abrahams und Isaaks sich durch den Erzvater Jakob den Zehnten oder zehn Procent versprechen lasten (1. B. Mose 28, 22.). Indeß begehrte er vom Wechselbaron keinen Pfennig über die landesüblichen Zinsen. — Ob sich nun gleich nicht läugneu läßt, daß die Liebe allemal und in alle Wege (und wie man zu sagen pflegt: stock-) blind ist, so soll sie es doch, wenn man in ein Kreuz verliebt ist, noch mehr als gewöhnlich sehn. Die eheleibliche Jungfer Tochter war sterblich oder bis zum Tode in unfern Ritter verliebt, und auch er hatte aus der Noth eine Tugend gemacht. So wie die Noth vieles lehrt, so lehrte sie auch hier ritterliches Fleisch und Blut kreuzigen und sich bis zur ehelichen Zuneigung zu einer Bürgerlichen herab- lasten. Daß übrigens die- Freitischbame zu dieser
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sehr viel beigetragen, bedarf noch einer näheren Auseinandersetzung. Sie ward, da sie- der Sage nach, noch Fräulein war, und die Bürden des ehelosen Standes aus der ersten Hand kannte, von der baronlustigen Mutter zur Unterhändlerin erkoren.

