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tes, weil dann die wenigsten Felder gewässert werden können, und 24 und darüber ist ebenfalls nachthellig, weil die Felder dann zu lange unter Wasser stehn. Erst im Decembcr kehrt er in seine Gestade zurück. So wie dieß geschehen, nehmen die Aecker die für sie bestimmte Saat auf, und die blühende Vegetation bringt alles in wenigen Monaten zur Reife. Mit dem Ende Aprils ist die ganze Ernte eingescheuert, aber auch die schöne Jahreszeit für Aegypten vorübergeflohen; Kanäle gibt es in Menge; alle dienen, um das Wasser des Nils in ganz- Äegypten zu verbreiten; der berühmteste darunter ist der Ka- lideh Menhi oder der Josephskanal, wahrscheinlich der nämliche, den Strabo unter dem Namen Oxyrinchus kannte; aber der einzige Schifffahrtskanal Aegyptens, der den Nil mit demrothen Meere verband^und unter Ptolcmäus Philadelphus vollendet war, der Kanal von Suez, ist längst versandet, und ob in den Zeiten der höchsten Blüthe Aegyptens je ein Verbindungscanal zwischen dem mittelländischen und rothen Meere bestanden habe, bleibt noch immer zweifelhaft. Unter den Seen Aegyptens sind die am Strande des rothen Meeres be- legnen Mariut (Mariotis) , Brulos, Edko und Menzaleh mit salzigem Wasser angefüllt; dann sind noch merkwürdig die <3 Natronseen im Makariusthale, der Wirket Karun (Moeris), der Wirket el Hads. Auch findet man unter den wenigen Quellen des Landes Heilquellen; Denon gedenkt der von Ambagi. Das Klima ist außerordentlich heiß; das Land liegt äußerst niedrig, ist von einer Doppelkette von Bergen eingeengt, und von ungeheuer» Sandwüsten umgeben, von welchen der lothrechte Strahl der Sonne mit verstärkter Gewalt zurückprallt. Besonders fühlbar ist indeß die Hitze in der heißen Jahreszeit; diese herrscht vom Ende Mai bis in den November. Schon wenn die Ernte im April beendigt ist, nimmt ganz Aegypten eine andre Gestalt an; das schöne Grün der Fluren erstirbt, der Boden erscheint wie versengt und aufgeriffen, und alles Lebende flicht vor dem Hauche des erstickenden Khamsin, den gewöhnlich die hier wohl zu Hause gehörende Pest, und die ebenfalls endemische Ophthalmie begleiten. Die sengende Hitze hält in ihrer ganzen Starke aber nur bis zu Anfänge des Augusts an, wo dann die Atmosphäre theils durch die Ausdünstungen des übergeströmten Flusses, theils durch wohlthätige Nordwinde einigermaßen abgekühlt wird, und das erstorbene Leben wiederkehrt. Die andere Jahreszeit umfaßt den Zeitraum von November bis April; sie ist weit angenehmer und gleicht ganz einem schönen nordischen Sommer, aber die Nächte sind äußerst kühl und fallen, da man hier durch nichts dagegen geschützt ist, besonders dem Auslän-
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