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der ungemein lästig. Regen fallen in dieser Jahrszeit in Bahri ziemlich häufig; seltener schon sind sie in Vostani, aus­serordentlich in Said, Gewitter aber überall so unbekannt, daß bei dem Krachen eines Donners der Eingeborne glaubt, es öffnen sich die Pforten des Paradieses. Die Luft ist nicht ungesund, und im Ganzen erreichen die Eingebörnen ein ho­hes Alter. Die Produkte Aegyptens sind äußerst mannig­faltig ; aus dem Pflanzenreich erzeugt es vorzüglich den schön­sten Weizen, der in gewöhnlichen Jahren fünf und zwan­zig- bis dreißig-, in guten Jahren fünfzigfältig wiedergiebt, dann Reis, Hirse, Durra, mehrere Arten von Hülsenfrüch­ten, besonders Linsen, woraus in einigen Gegenden Brod ge­backen wird, Bohnen, Kameelfutter und Lupinen, schönes Ge­müse, besonders Melonen, Gurken, Arbusen, Kalebassen, eine Art Pfeffer (Fulful Beladi), Koloquinten, Kapern, 2 Arten von Lotus, Alhenna (Lawsonia inermis), Saflor, Wau, Indigo, Flachs von ausserordentlicher Länge, Hanf, Sumach, Sesam, wovon man Oel preßt, Oliven, Senesblätter (doch die unechten), Süßholz, Jujuben, Gummibaume, Opunzien, Zuckerrohr, Datteln und andere Palmen, Sykomoren, Feigen, die man kaprisizirt, Adamsfeigen, mehrere Arten von Agru­men, Maulbeerbäume, Tamarinden; es fehlt indeß sehr an Brenn- und noch mehr an Bauholz; das beste liefert die Ta­mariske und die ägyptische Weide, gutes Nutzholz die Lebbek, eine Art Akazie. Von Haussieren hat man Dromedare, schöne Pferde von arabischer Abkunft, kleine aber muntere Esel, die im Delta fast das einzige Reit- und Lastthicr aus­machen, Rindvieh, Büffel, breitschwänzige Schafe, die, wie die syrische Ziege, zweimal im Jahre werfen; die Wüste hegt eine Menge wilder, selbst reißender Thiere, Löwen, Panther, Leoparden, Unzen, Hyänen und Schakale sind sehr gemein; auch findet man Jerboas, Ichneumons, mehrere Antelopen,, Stachelschweine und große Fledermäuse; unter dem zahmen Geflügel sind die Hühner, deren Zucht durch das künstliche Ausbriiten der Eier ausserordentlich vervielfältigt wird, und dieTauben, die in zahlloser Menge gehalten werden, die nützlich­sten; sonst sieht man hier den Aasgeier, den Ibis, den präch­tigen Flamingo, den Strauß. Der Nil und die Seen sind reich an Fischen, aber auch an Krokodilen; nur das Flußpferd wagt sich nicht mehr über den ägyptischen Katarakt. Auch Bienen und manches andere Insekt und Amphibien, die schon die Hieroglyphen bezeichnen, sind in Aegypten einheimisch. Aus dem Mineralreiche kennt man bloß Marmor, Alabaster, Granit, Porphyr, Jaspis, Serpentin, Smaragde,. Steinöl, Schwefel, schönen Thon, Kochsalz, Natrum, Salpeter und