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Gelehrten veranlaßt, worunter ich vorzüglich auf Bryant und Cumberland verweise. So viel ergiebt sich als reines Resul­tat, daß ein so blühendes Land, wie Aegypten, den Einfällen der tapfer» Bergbewohner Aethiopiens, so wie den arabischen Horden, blosgestellt war, und daß die Eifersucht zwischen der Priester- und Kriegerkaste innere Unruhen veranlassen mußte. Daher die Auswanderung von 240,000 Kriegern nach der Nil- Insel Meroe; daher die Entweichung von 800,000 streitbaren Juden nach Kanaan unter Moses, dem Schüler der Priester, dem Eidam des Hohenpriesters zu On (Heliopolis). Die Priesterkaste, über das ganze Reich verbreitet, hatte in den Hauptstädten ihre Haupttempel, welche verschiedenen Gotthei­ten, in Memphis dem Hephästos, in Thebä dem Jeus, in Sais der Pallas, in On der Sonne geweiht waren, und unter besonderen Oberpriestern standen; sie war im Be­sitze der schönsten und einträglichsten Ländereien, als Tempel­güter, und verwaltete nicht nur die gottesdienstlichen Gebräuche, sondern war auch im Besitz der Staatsämter und Gelehrsam­keit. Den nächsten Rang unter ibnen auch der König mußte Mitglied ihres Ordens seyn behauptete die Soldatenkaste, zur Vertheidigung des Landes bestimmt, und für den Unter­halt auf liegende Gründe, die das Drittheil der Landesein­künfte abwarfen, angewiesen. Dann folgte die gewerbtreibende Kaste der Kausieute, Künstler und Handwerker; endlich die Kaste der Ackerleute, Schiffer und Hirten, die sich in Rinder­und Schweinehirten absonderten. Unter Psammetich kam noch die Kaste der Dolmetscher hinzu, wegen des Verkehrs mit den Griechen. Auch mit den Phöniziern mögen früher die Aegyp- tier in Verbindung gestanden haben; nicht nur Diodor schreibt ihnen die Erbauung Thebens zu, sondern Herodot zählt unter die Einwohner von Memphis auch Phönizier. Selbst derName Barca (die Glänzende), einst die Hauptstadt der noch vor 2000 Jahren blühenden, jetzt wüsten Landschaft Barcan, deutet auf phönizischen Ursprung. Ließ nicht Necho, PsammetichsNach­folger, ganz Afrika durch phönizische Seeleute umschiffen? Unter ihm waren die Assyrier, Sieger bei Eircesium, und un­ter Apries die Kyrenäer dem ägyptischen Reiche verderblich geworden. Amasis, durch Weisheit berühmt, des lydi- schen Krösos Bundesgenosse, zog sich die Feindschaft der Per­ser zu, und Psammenit verlor Thron und Leben gegen sie. Der grausame Kambyses zerstörte Theben, und verpflanzte 6000 Aegyptier nach Susiana. Ungern beugte Aegypten den Nacken unter das persische Joch, das es 190 Jahre trug, und oft mit glücklichem Erfolge abzuwerfen versuchte, bis endlich die makedonische Periode eintraft