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Außen vor der Schenke, gerade unter meinem Fenster, war eine Bank, die man für eine gewisse Anzahl von Sous zu völligem und ausschließlichem Gebrauch für fich selbst und seine Gesellschaft erwerben konnte. Ein altes Weib (so schloß ich wenigstens aus ihrer Stimme, denn ich bemühte mich nicht, darnach zu sehen, obgleich es allerdings ebensowohl auch die gellende Fistelstimme des Herrn Howard de Howard sehn konnte) hatte bis dahin diesen Platz mit irgend einem Liebhaber eingenommen. In Paris ist kein Weib zu alt dazu, sich einen Verehrer zu gewinnen, sey es durch Liebe oder durch Geld. In einem Augenblicke der Zärtlichkeit brach dieß Paar aus und ward sogleich durch ein andres ersetzt. Die ersten Laute der Stimme des Mannes, so leise sie waren, machte mich von meinem Sitz auffahren. Nach einem raschen Blick nahm ich ihn wieder ein. Das neue Paar bestand aus dem Engländer, den ich zuvor im Garten bemerkt, und der Begleiterin, die sich zu ihm gesellt hatte.
„Zweihundert Pfund sagt Ihr?" murmelte der Mann, „wir müssen Alles haben!"
„Aber," erwiederte die Frau mit derselben leisen Stimme, „er sagt, er wolle keine Karte mehr anrühren."
Der Mann lachte. „Der Narr!" sagte er, „die Leidenschaften find nicht so leicht zu beschwichtigen; — wie lang ist es, daß er diese Sendung von England erhielt?"
„Ungefähr drei Tage," antwortete die Frau.
„Und ist es ganz und in der That der letzte Nest seiner Habe?"
„Der letzte."
„Ich darf also annehmen, daß, wenn dieß durchgebracht ist, nichts mehr zwischen ihm und dem Bettelstab steht?"
„Nichts!" sagte die Frau mit einem halben Seufzer. Der Mann lachte wieder, und begann dann von Neuem in verändertem Tone: „Dann, dann wird dieser verzehrende Durst endlich gelöscht werden. Ich sage Dir, Weib! es ist viele Monate her, daß ich keinen Tag, keine Nacht, keine Stunde sah, wo mein Leben gewesen wäre, wie das

