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Nicias. O, die ſchwachen Mütter! Der Kinder Unglück iſt ihr Mitleid meiſt. Erfahren ſoll's der edle Dion gleich! Gelo. O, mitleids volle Götter, ſeht herab, Wie hart der böſe Mann mit mir verfährt, Den mir der harte Vater beigeſellt— Und führt der Unthat Folgen auf ſein Haupt! Der Fluch des Tantalus komm' über dich! Du ſollſt die gleiche Qual empfinden, die Du mir bereiteſt, böſer Nieias! Haſt du Gelüſt nach einem ſchönen Weib, In eines Andern Armen ſollſt du ſie Erblicken! Sehnſt du dich nach einem Sohn, Verſiege deines Schooßes Zeugungskraft! Von deinen Lippen fliehe der Genuß, Wann du den Becher zitternd angeſetzt, Um die Begierde zu befriedigen! Und ſcheußliche Harpyien rauben dir Den Biſſen, den du in den Mund gethan!— Damit du fühleſt gleiche Qual wie ich! Philiſtus, lieber Freund, ich ſehe, du Biſt nicht ſo hart wie dein Gefährte, ſei Barmherzig: bring' mir einen Becher Wein! Philiſtus. Gelo. Einen Becher nur! Die Seele lechzt mir auf den Tod Nach einem Becher Wein—
Ich darf nicht, Gelo!

