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10 Frankreich.

eigne des Adels oder der Geiſtlichkeit; die Freiheit verſchwand, nur Adel und Geiſtlichkeit blieben frei; alle uͤbrige, freie Germanen und Provinzialen, ver: ſchmolzen zu einem Haufen niedrer Leibeigener: ein Unweſen neuerer Zeit, welches keinesweges in der ur ſpruͤnglichen Form der Lehns- oder Feudalverfaſſung Gegründet war. Von der andern Seite erhob ſich, durch mancherlei Umſtaͤnde beguͤnſtigt, die Macht der Paͤpſte, welche die Geiſtlichkeit, als ihre natuͤrlichen = Vaſallen, immer mehr an ſich feſſelten, bis es ihnen gelang im 41. und den folgenden Jahrhunderten, die bis dahin freiere Geiſtlichkeit gänzlich zu unterdruͤcken, und durch ſie wiederum Fuͤrſten und Voͤlker zu be herrſchen. So zeigt uns das Mittelalter drei deut lich bezeichnete Perioden: von der Voͤlkerwanderung bis zum 9. Jahrhundert die Bluͤte der alt-Germani­ſchen Lehnsverfaſſung; vom 9. his zum 11. eine wilde, furchtbare Anarchie, wo die Freiheit zu Grunde geht; vom 11. an die Herrſchaft der Paͤpſte, die, wie man ſie auch ſonſt beurtheilen mag, doch einige Ordnung nach und nach wieder einfuͤhrte, und der rohen Will kuͤhr der Fuͤrſten und des Adels einen oft heilſamen Zaum anlegte. Das Streben nach Freiheit und das langſame Wiederaufbluͤhen derſelben iſt die Geſchichte von den Zeiten der Kreuzzuͤge an bis auf die neueſte Zeit. Nach dieſer mehr allgemeinen, aber zum Ver ſtaͤndniß der Geſchichte nothwendigen Betrachtung, nehmen wir den Faden der Begebenheiten wieder auf. Die durch Gallien zerſtreuten Eroberer verſam melten ſich nicht, um Chlodwig einen Nachfolger

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zu geben, daher theilten ſich feine vier Sahne, wovon

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