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12 Frankreich.

dann wurde auch dieſes Amt, wie andere Aemter und Lehne, erblich. Dem Majordomus Pipin von Heri

ſtall, einem tuͤchtigen Manne, gelang es, ganz Frank­

reich unter feine Gewalt zu vereinigen. Er übertrug dieſe Macht feinem Sohne, dem Helden Carl Mar: tell, welcher durch ſeinen Sieg uͤber die Sarazenen bei Tours 732 beruͤhmt iſt. Unter ſeinen Soͤhnen Carlmann und Pipin ward zwar noch einmal ein Abkoͤmmling Chlodowigs, Childerich III., 742 auf den Thron geſetzt; als aber Carlmann den geiſtlichen Stand ergriffen, ſteckte Pipin den unfaͤhigen Schattenkoͤnig jn ein Kloſter, und ließ ſich mit Bewilligung des Volkes zu Soiſſons 752 zum Könige kroͤnen und ſalben. So begründete Piz pin(genannt der Kleine) indem er die erſte Dynaſtie der Fraͤnkiſchen Könige, die der Merowinger en: dete, die der Carolinger. Pipins Regierung war ruhmvoll; er vertrieb die Mauren aus den Mittag: lichen Provinzen, und verſchaffte ſich Anſehen in Ger manien. Von den beiden Soͤhnen, welche er 768 hinterließ, beherrſchte Carl ſeit dem Tode feines Bru­ders Carlmann(771) das ganze Fraͤnkiſche Reich. Große Siege, ausgezeichnete Talente zur Verwaltung eines ungehenern Reichs, vortreffliche Einrichtungen und Geſetze, und Liebe zu den Wiſſenſchaften haben Carl mit vollem Rechte den Namen des Großen erworben. In feinen fruͤheren Jahren beſchaͤftigten

ihn beinahe unaufhoͤrliche Kriege. Die unruhigen

Araber wurden kraͤftig zuruͤckgewieſen, und eine Franz kiſche Graͤnzprovinz, die ſich bis an den Ebro erſtreckte, n Spanien errichtet, 7783. Die Longobarden, deren

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