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Hiſtoriſche Einleitung. 17

Stimme. Der Dienſt zu Pferde, wovon die Franz ken faſt nichts gewußt hatten, und das Tragen der Waffen, wurden ein ausſchließendes Recht des Adels. Ein Edelmann zu Roß, mit ſeiner eiſernen Ruͤſtung bedeckt, machte ſeinen ganzen Bezirk zittern. Von Frohndienſten, Kopfſteuern, Zoͤllen, Auflagen aller Art belaſtet, welche die Kriegsleute und Kirchendiener eintrieben, herabgewuͤrdigt durch Rechte des Edelman­nes, welche die Schamhaftigkeit und die Natur em poͤren, wußte der Leibeigne nicht, wem er gehorchte, und ſchlug ſich nur, um feine Ketten zu reiben. Lande. bewohner(viläins) und Bürger(bourgeois) arbei­teten nur zum Nutzen ihres Herrn, der oft mit ſei­nen Mannen, Reiſigen und Knappen kam, um auf ihre Koſten zu leben. Ein Familienzwiſt konnte eine Gegend 30 Jahre lang zum Kriegstheater machen; der Kriegszuſtand war daher der gewoͤhnliche. Alle Schloͤſſer und Abteien waren Feſtungen oder vielmehr Raubhoͤhlen, wo unzaͤhlige Tyrannen ihre Beute ver ſteckten; Frankreich ſtellte ein unermeßliches Schlacht: feld dar. Wir wenden unſern Blick von dieſer chaotiſchen Periode, um zu einer Begebenheit zu kom men, welche ganz Europa in Bewegung ſetzte, und in jeder Ruͤckſtcht einen neuen Zuſtand der Dinge het: beifuͤhrte, den Kreuzzuͤgen. Schon laͤngſt gehörten Wallfahrten nach heilig geachteten Oertern, aus Anz dacht oder zur Abbuͤßung einzelner Vergehungen un­ternommen, zu den Sitten des chriſtlichen Europa; das heilige Land, Judaͤg oder Palaͤſtina, wo der Hei­land gelebt und geſtorben, wo man noch ſeine Grab ſtaͤtte zeigte, mußte natürlich das haͤunſigſte und wich:

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