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18 Frankreich.
tigſte Ziel ſolcher Pilgerfahrten ſeyn. Das heilige Grab befand ſich zwar ſeit 637 unter der Herrſchaft der Araber; ſo lange ſie indeß die Herren von Jeru— ſalem blieben, wurden die Pilger freundlich geduldet, und hatten keine Urſache, ſich uͤber Bedruͤckungen zu beſchweren. Als aber die wilden Seldſchjuckiſchen Tuͤrken den Stuhl des Chalifen zu Bagdad einge— nommen, und nun auch in Palaͤſtina herrſchten, 1072, hatten die chriſtlichen Pilger unſaͤglich von der Unduldſamkeit, der Raub- und Blutgier dieſer Barbaren zu leiden, und der Schimpf, das Grab des Erloͤſers in den Händen der Unglaͤubigen zu ſehen, verbunden mit den jammervollen Berichten heimge— kehrter, ausgepluͤnderter und zuweilen verſtuͤmmelter Pilger, hatten ſchon den maͤchtigen und geiſtvollen Papſt Gregor VII. auf den Gedanken gebracht,
die Chriſtenheit gegen die Muhamedaner zu bewaff—
nen; feine eignen Handel mit den Deutſchen Kaiſern hatten ihn an der Ausfuͤhrung dieſes Planes gehindert. Es gelang feinem Nachfolger Urban II. 1087— 1200. Ein abenteuerlicher Menſch, Peter von Amiens, auch der Eremit oder Peter von Acheris genannt, erfüllte bei feiner Rückkehr von Jeruſalem(1094) Italien und Frankreich mit ſeinen grauenvollen Erzaͤhlungen von den Grauſamkeiten der Tuͤrken gegen die morgenlaͤndiſchen Chriſten und Pilger, und uͤberall aͤußerte ſich laut die brennendſte Begier, das heilige Grab jenen rohen Barbaren zu entreißen. Urban benutzte dieſe Stimmung, und nachdem er auf einer Kirchenverſammlung zu Piacenza 1095 die Gemuͤther vorläufig geprüft, ward endlich
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