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Hiſtoriſche Einleitung. 19

1096 auf der Verſammlung zu Clermont en Auvergne unter ſeinem Vorſitze von einer unendlichen Menge jedes Standes, unter dem begeiſterten Zuruf: Gott will es! der Krieg beſchloſſen. Die meiſten Men­ſchen waren ſo ungluͤcklich, daß ein abenteuerlicher Vorſchlag mit Begierde angehört werden mußte. Alles brach auf: die Leibeignen, um den Boden, an welchen ſie gefeſſelt waren zu fliehen; die Vaſſallen, um dem Deſpotismus ihrer Lehnsherren zu entgehen; die Schuldner, um durch Ablaß zu bezahlen; Alle, um das Paradies zu gewinnen; Greiſe, Weiber, Kinder, Fuͤrſten, Moͤnche, Ritter und Biſchoͤfe rie­fen: Gott will es! und zogen mit fort. Auf ihren Kleidern trugen ſie ein Krenz von rothem Zeug, daher hießen ſie Kreuzfahrer. Zwei Hauptmaſſen bildeten den erſten Kreuzzug 1096. Die erſtere, unter An­führung Peters von Amiens, beſtand aus einer unermeßlichen Zahl niedrigen Geſindels aller Art, worunter ſich nur wenige Ritter und wahre Krieger befanden. Sie zogen durch Deutſchland, wo ſie ihre Wuth zuerſt an vielen tauſend armen Juden aus ließen, welche ſie pluͤnderten und mordeten, durch Ungarn, wo ſchon ein großer Theil von ihnen, ihrer Raubſucht und Zuͤgelloſigkeit wegen, von den kriegriſchen Einwohnern unter ihrem Könige Corboga aufgerieben wurden, durch die Staaten der damaligen Griechiſchen Kaiſer nach Conſtantinopel, von wo fie über die Meerenge nach Aſien gingen, groͤßtentheils aber in Kleinaſien unter dem Schwerte des Tuͤr ki­ſchen Sultans von Iconium den Tod fanden. Der Ueberreſt fluͤchtete nach Conſtantinopel, um ſich an

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