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Hiſtoriſche Einleitung. 25
⸗ dem bloͤdſinnigen Carl VI., 1380 1422, um dann
te unter deſſen Sohne Carl VII.(1422— 5) auf
3 immer vernichtet zu werden. Die Minderjaͤhrigkeit
5 und dann der Wahnſinn Carls VL. ſtuͤrzten fein
1 Reich in einen Abgrund von Verwirrung; von außen
ze durch England bedraͤngt, ward es innerlich durch die
8 Herrſchſucht der Koͤniginn Iſabelle von Baiern,
n ihre Feindſchaft gegen ihren Sohn, den Dauphin
ir Carl(Vll.), den fie von der Regentſchaft vers
n⸗ draͤngte, und durch die Eiferſucht und Zwietracht
er mächtiger Vaſallen, vorzüglich der Herzöge von Bur—
ne gund und von Orleans, zerfleiſcht. Iſabelle hatte
Ct ſich mit dem Herzoge von Burgund gegen ihren Sohn
ie verbunden und an den kriegeriſchen Heinrich V.
e⸗ don England angeſchloſſen, dem ſie ihre Tochter zur
18 Gemahlinn gegeben, damit er nach des bloͤdſinnigen
1d Königs Tode beide Reiche vereinigen ſollte. Der
‚5 große Sieg bei Azincourt 1415 hatte den Englaͤn—
es dern Paris und ganz Frankreich eroͤffnet, und ſelbſt
en der bald erfolgte Tod Heinrichs aͤnderte wenig in
en der Lage Frankreichs; ſein Sohn Heinrich VI.
ſy ward als Kind von 9 Monaten zum Koͤnig von
uf England und Frankreich zu Paris ausgerufen, die 9 er Heere Englands unter den tapfern Bruͤdern Hein⸗ En in richs V., Bedfort und Gloſter, ſiegten überall, 8 de und ſchon blieb dem Dauphin Carl kein Platz an x eV dem rechten Ufer der Loire übrig, außer dem hart; 9, bedraͤngten Orleans, als ploͤtzlich ein unbekanntes Hir—
9 tenmaͤdchen, Jeanne d'Arc, aus dem Dorfe Dom
. Nemi, ſich dem Dauphin darſtellt, und fich ihm als
er eine von Gott geſendete Netterinn Frankreichs

