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26 Frankreich.
ankuͤndigte. Alle Zweifel ſchwanden vor ihrer einfachen und beſtimmten Rede; ihr Anblick, ihr Wort, ihr Beiſpiel begeiſterte das Heer, Orleans ward entſetzt, die Englaͤnder in mehreren Gefechten geſchlagen; ihr Ruf verbreitete ſich mit reißender Schnelle, erfuͤllte die Ihrigen mit unuͤberwindlicher Zuverſicht, die Feinde mit Grauen und Schrecken, und ihrer Zuſage gemaͤß geleitete ſie den Dauphin mitten durch ſeine Feinde nach Rheims, wo er zum Könige ges kroͤnt ward. Unbegreiflich iſt es, wie nach ſolchen Thaten Carl VII. nichts zu ihrer Rettung unter— nahm, als ſie bei einem Ausfall aus Compiegne von den Burgundern gefangen, von dieſen an die Eng: laͤnder verkauft, und von einem bloß aus Franzoſen zuſammengeſetzten Gerichte und auf Betrieb der Univerſitaͤt von Paris, als Zauberinn zum Tode verurtheilt, und zu Rouen 1431 verbrannt wurde. Lange Zeit war ihr Andenken in Frankreich vergeſſen, ja durch ein nichtswuͤrdiges Gedicht Voltaire's dem Hohne einer geiſtloſen Zeit Preis gegeben, und Sch illern war es vorbehalten, dieſe edelſte Geſtalt des Franzoͤſiſchen Mittelalters in einer würdigen Dich: tung zu verherrlichen. Ihr Tod hemmte indeß nicht die Fortſchritte der Franzoͤſiſchen Heere; ihrer beſten Heerfuͤhrer nach und nach beraubt und in buͤrgerlichen Fehden verwickelt, vermochten die Englaͤnder nicht, ihre Franzoͤſiſchen Beſitzungen zu behaupten, ſie gingen alle in wenig Jahren, bis 1461, mit Ausnahme Calais's, verloren.
Dleſe langen, verheerenden Kriege, indem ſie den Wohlſtand der Staͤdte und des Adels zerruͤtteten,
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