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4 Rußland.
in Verbindung kamen und mit dem Chriſtenthum bekannt wurden, zu einiger Bildung. Dieſe zeigte ſich am fruͤheſten unter den Slaviſchen Voͤlkern, welche von der noͤrdl. Donau her im 5. u. 6. Jahrh. die Weichſel hinab und den Dnepr hinaufzogen. Es entſtanden durch fie die Städte Nowgorod(neue Umzaͤunung novus hortus) und Kiew, welche ſpaͤ— ter durch ihren Handel zu einer bedeutenden Macht heranwuchſen. Beide Staͤdte mußten gefaͤhrliche Kaͤmpfe mit den Chazaren beſtehen; außerdem wurde Nowgorod noch von den Waraͤgern(Seeraͤuber, welche die Oſtſeekuͤſten beunruhigten) hart bedrängt. Daher ſandte Nowgorod Geſandte an die Varjager, um ihren Schutz zu erlangen, indem ſie ihnen die Herrſchaft übertrug, Alſo kamen im J. S62(nach Neſtor jenſeits des Meeres her) die Bruͤder Rurik, Sienus und Truwor, Heerfuͤhrer der Varjager, mit vielen Landsleuten nach Nowgorod und ſtifteten in der Nahe 3 Fuͤrſtenthuͤmer. Nach dem Tode feiner Bruͤder herrſchte Rurik allein, und ſeine Landsleute verbanden ſich mit den beſiegten Slaven zu Einem Volke, den Ruſſen. Dieſer nene Staat, in wel— chem die Varjager wahrſcheinlich die Gutsherren und Krieger waren, hatte eine militairiſche Verfaſſung, er iſt u. d. N. Holmgard, Gardarike und Oſtrogard bekannt und umfaßte das noͤrdliche Rußland, welches da, wo jetzt Archangel liegt, auch Biarmaland hieß. Nach Ruriks Tode(879) regierte ſein Sohn Ighor unter feinem Vormunde Oleg(Olaf). Dieſer ero— berte Kiew und machte es zur Hauptſtadt. Ighors Wittwe und Nachfolgerinn, Olga, nahm in Conſtanti
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