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14 Rußland.
vervollkommnet und das Anſehen feines Cabinets in Europa bedeutend erhoͤht. Nach Annens Tode, 1740, gelangte der kaum 2 Monat alte Iwan HL; ein Enkel ihrer Schweſter, unter Biron's Vormundſchaft auf den Thron; aber Biron ward verbannt, und Iwan den 6. Dec. 1741 durch die Prinzeſſinn Eli— ſabeth, jüngfte Tochter Peters d. Gr., vom Throne herab ins Gefaͤngniß geſtoßen. Eliſabeth ſchien anfangs den alten Ruſſ. Sitten den Vorzug geben zu wollen. Der Großkanzler Oſtermann und der Feldmarſchall Muͤnnich wurden nebſt mehren ausge— zeichneten Maͤnnern nach Sibirien verwieſen; doch blieben viele der erſten Stellen mit Deutſchen und andern Auslaͤndern beſetzt. Bisher hatte die Deut— ſche Sprache bei Hofe und in den vorzuͤglichſten Schulen geherrſcht, ſetzt gewaſſn die Franzoͤſiſche den Vorzug. Unter dieſer Regierung zeigte ſich zuerſt Rußlands bedeutender Einfluß auf die übrigen Eu ropaͤiſchen Staaten. Frankreich hatte im Oeſtreich. Erbfolgekriege, um der Tochter Karls VI, der hoch— herzigen Maria Thereſia, ihren einzigen Verbuͤndeten, Rußland, zu entziehen, Schweden zu einem Kriege gegen Rußland gereizt. Allein der Sieg bei Wil— manſtrand(3. Sept. 1741) und die Eroberung Finn— lands fuͤhrte den Frieden von Abo(17. Ang. 1743), herbei. Durch die Graͤnze des Kymenefluſſes wurde Petersburg geſichett, und durch die Nachfolgeacte des Prinzen Adolpf Friedrich v. Holſtein-Gottorp Nußlands Einfluß auf Schweden befeſtigt. Zu Gun— ſten deſſelben entſagte ſein Vetter Carl Peter Ulrich v. Holſtein⸗Gottorp feinen Anſpruͤchen auf den Schwed.
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