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16 Rußland.

ſchoͤpfenden Krieges von ihrem Reiche abgewaͤlzt hatte, widmete ſie ihre Sorgfallt der Geſetzgebung, und zog deßhalb die vorzuͤglichſten Maͤnner des Auslandes zu Rathe. Schon der von der Kaiſerinn ſelbſt ent worfenen Plan zeugte von ſeltenem Scharfblicke, denn er umfaßte alle Zweige der Staatsverwaltung. Aber die Bevoͤlkerung lag ihr zunaͤchſt am Herzen. Deßhalb rief fie Coloniſten, beſonders aus Deutſch land, nach Rußland. Städte, Dorfer und Korn: magazine wurden angelegt, und überall für das Auf⸗ kommen des Ackerbaues, ſowie fuͤr die Vermehrung und Geſundheit der Anbauer chaͤtig geſorgt. Nicht minder zweckmaͤßig wußte ſie den Gewerbefleiß und Handel bedeutend zu erheben, ſowie durch Schulen, Penſionsanſtalten und Akademien die Bildung der niedern und hoͤhern Staͤnde zu befoͤrdern. Insbeſondre fiel, nach Storch(Gemaͤhlde des Ruſſ. Reichs), die glaͤnzendſte Epoche des bisherigen Ruſſ. Berg baues in die Regierung Katharinens.Die Anſtel lung geſchickter und ehrlicher Maͤnner und die Ab ſchaffung vieler Mißbraͤuche und Unterſchleife bewirk ten eine Ausbeute, die das Erſtaunen der Welt er: regte. Der Werth der Mineralprodukte, das Salz mit eingeſchloſſen, erhob ſich bis auf 13 Mill. Ru bel, und Rußland gewann ſeit 1763 97 weit uͤber 300 Mill. an Werth. So konnten natürlich die Finanzen von 30 bis 60 Mill. ſteigen. Dabei uͤberſah Katharina weder die Landmacht, welche bis auf 450,000 M. wuchs, noch die Seemacht, welche, fruͤher in Verfall gerathen, jetzt bis an 45 Linien: ſchiffe ſtieg. Im Auslande wendete Katharina