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18 Rußland.
Friedrich Nachfolger, Guſtav III., ſchuf 1772 eine neue Conſtitution, welche die Macht der Krone wies derherſtellte.— Unterdeß dauerten die Unruhen in Polen fort, und die Barer Confoͤderations machte große Fortſchritte. Da gefiel es den mächtigen Nach—barn, jene Verwirrung benutzend, Laͤndertheile, die ihnen bequem lagen, von Polen abzureißen.„Es war“ ſagt ein geachteter Hiſtoriker,„die Frucht der Arrondirungspolltik, hervorgehend aus der zerſtuͤckel—ten Lage der Preußiſchen Monarchie“. Und wir konnen hinzufügen, daß, wenn Oeſtreich und Preußen nicht gemeinſchaftlich die Hand boten, Rußland wohl allein gehandelt haben und ſeinen Nachbarn dadurch noch weit gefaͤhrlicher als das zerruͤttete Polen ge: worden ſeyn würde. Es ward alſo am 5. Aug. 1772 der erſte Theilungsvertrag abgeſchloſſen, vermoͤge deſfen Rußland denjenigen Theil Polens erhielt, welcher zwiſchen der Duͤna, dem Dnepr und Drutſch liegt. Zugleich blieb Rußlands Einfluß auf Polen durch die Errichtung des immerwaͤhrenden Nathes, durch die Garantie des Wahlreichs und durch das liberum veto für die Zukunft geſichert.— Nach der Beendigung dieſes Geſchaͤfts ſetzte Katharina den Tuͤrkenkrieg mit erhöhter Anſtrengung fort, und auch Hierin wurde fie vom Gluͤcke beguͤnſtigt. Denn auf den entſchloſſenen Muſtapha III. war 1774 ſein ſchwacher Bruder, Abdul Hamid, gefolgt. Rumjaͤnzoff ging über die Donau und ſchloß den Großveſier in den Gebirgspaͤſſen der Bulgarei ein. Da jedoch Kas tharinag ſich ihrer Anſpruͤche auf die Moldau und Walachei hegab, fo erleichterte fie den Frieden, welcher
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