auch Sftere Salzgeben nicht zu vernachlaͤßigen. Freunde von der Reinlichkeit und ſchoͤnem Viehe, werden auch in dieſem Monate darauf ſehen, daß die Kühe fleißig vom Unrathe gereiniget und Striegel und Buͤrſte gebraucht werden.

Zu guter Ordnung gehsrt auch richtige Eintheilung der Fuͤtterungsarten. Auch das Rindvieh kann man mit verſchiedenen Sorten, im Herbſte geſammleten und getrock neten Laubes füttern; indem man daſſelbe eben fo wie ges trocknetes Erdbirnkraut nebſt Heu oder Grummet, fo bey­des auf der Futterbank geſchnitten worden, unter die Spreu oder Siede vermiſcht, und mit heißem Waſſer ein­bruͤhet. Wer ſich durch Verbeſſerung ſeiner Wieſen und Anbauung guter Futterkraͤuter in gute Heuvorraͤthe ſetzt,

mithin von dieſen reichlicher als Strohwirthe futtern

kann, wird auch größern Gewinn an mehrerer Milch und

ſchönern Kaͤlbern erlangen. Hochtragenden und ſaͤugen­

den Kuͤhen muß man ihr Freſſen und Saufen, durch Kleien, Schrot, Oelkuchen und Salz durch Beymiſchung maͤßiger Portionen zu verbeſſern ſuchen. Auch dem Rinde viehe kann man Schrot von wilden Kaſtanien mit unter ihr Futter miſchen, welches demſelben eben fo geſund iſt als den Schaafen, nur muß man daſſelbe nur nach und nach daran gewöhnen; denn anfänglich freſſen fie ſolches nicht gerne; allein wenn fie einmal daran gewohnt wor­den find, fo verzehren ſie s mit vielem Geſchmack.

20. Das genugſame Einſtreuen mit Stroh, Laub, Tannadeln und dergleichen if bey allem Viehe gehörig fortzuſetzen, und dadurch ſowohl die Reinlichkeit des Vie­hes, als auch die Waͤrme der Staͤlle zu befoͤrdern und der Dünger zu vermehren.

21. Sorgfaͤltige Hausmuͤtter werden nicht un ter­laſſen ihre Maͤgde in den langen Abenden mit Spinnen auch Federſchließen zu beſchaͤftigen.