219

men ſtehen bleiben ſollen, das Herz ausgebrochen werden, damit ſie nicht in Saamenſtengel treiben; welche Arbeit aber nicht zu einer Zeit verrichtet werden kann, aus Ur fache, weil nicht alle Pflanzen gleichen Trieb und Groͤße haben. e

Wer Saamen ziehen will, der muß hierzu die ſchöͤn⸗= ſten Pflanzen ausfuchen, und dieſen wird das Herz nicht ausgebrochen. Befindet ſich Unkraut auf dem Tabacks­Acker, fo muͤſſen die Pflanzen davon geſaͤubert werden.

Monat Au gu ff.

1.

Man muß den Taback unterſuchen, ob die unterſten Blaͤt­ter, welche eher zeitigen, etwa anfangen gelb zu werden, und wenn dieſes iſt, ſo Finnen dieſe Blätter abgenommen werden. Dieſe Blaͤtter werden beſonders aufbewahrt und nebſt denjenigen, welche nach Verlauf von etlichen Tagen wiederum gelb geworden, und wieder abgenommen werden muͤſſen, zuſammen aufbehalten, welche alsdann zu dem ſogenannten Halbguthe gehören.; Zu gleicher Zeit kommen auch zwiſchen den Blättern immer neue Sproſſen, die ſogenannten Sauger oder Gei­zer, von drey, vier und mehr Zoll lang heraus, welche den guten Blättern die Nahrung benehmen. Dieſe Saͤu­ger, welche mehr als einmal austreiben, muͤſſen alſo auch ſo oft ausgebrochen werden, bis keine mehr vorhanden ſind. 2. Der Weizen darf nicht zu lange auf dem Stocke ſtehen bleiben, denn er verliert nicht nur fein ſchoͤnes geb