ES
Monat Janungr.
1.
J Man laͤßt bey ſtarkem und anhaltendem Froſte ſo wohl
den Hafer als Weizen und Kleeſaamen ausdreſchen, weil diefe Fruͤchte jetzt beſſer ausgehen als ben‘ gelinder Witte, rung... 2. Saͤmmtliche Staͤlle, vorzüglich die Schweinefälle find vor der Kaͤlte gut zu verwahren, und den Zucht» ſchweinen muß ſtark eingeſtreuet werden; allein um die entſtehenden Duͤnſte, welche allem Viehe ſchaͤdlich ſind, auszuführen, fo muſſen die über den Staͤllen augebrach—ten Zug oder Dunſtlöoͤcher am Tage auch bey der größten Kälte geöffnet, und das Vieh bey hellem Wetter in der Mittagsſtunde in den Hof gelaſſen werden, damit bie Luft die offen gelaſſenen Staͤlle durchſtreichen und von den ſchaͤdlichen Duͤnſten reinigen koͤnne, woheh es ſich von ſelbſt verſteht, daß man Fenſter und Zagloöcher oͤffnen muͤſſe. In Schaaf und Kuhſtaͤllen, wo man Dunſtzüge angebracht hat, da laßt man dieſelben den ganzen Tag
affen, des Abends aber macht man fie zu. Bey nicht all.
zuſtrenger Kälte kann man in den Schaafftallen die Dunſtzuͤge auch Tag und Nacht offen laſſen, Hubers wenn die Schaafe enge ſtehen ſollten, weil dieſe Th* gewaltig ausduͤnſten, und die Natur dieſe Thiere fo aut. wahrt

