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bis man ſie vom Stapel läßt. Man nennt ein ſolches Gerüſt eine Helling. Sie bildet eine ſchräg laufende, rinnenförmige Bahn, die aus zwei Reihen der ſtärkſten Eichenſtämme gefertigt iſt. Hier wird nun der Kiel gelegt und dieſer ſodann mit Brettern von weichem Holz umgeben, welche ihn gegen die Witterung ſchützen und auch zugleich vor der Reibung an den Balken der Helling ſichern, welche durch die ungeheure Laſt des ablaufenden Schiffes und durch die Schnelligkeit dem Kupferbeſchlag, mit welchem das Schiff, ſo weit es im Waſſer geht, verſehen iſt, ſchaden könnte. Dieſe Bretter laufen mit dem Schiff über die Helling bis in das Waſ⸗— ſer, wo ſie von ſelbſt losgehen, da ſie durch nichts am Schiff befeſtigt ſind. Man nennt die Vorrichtung den Schlitten.
Bald waren die Werfte erreicht. Eine große Menſchenmaſſe hatte ſich hier verſammelt, welche dem intereſſanten Schauſpiele beiwohnen wollte. Der mächtige Rumpf des neuen Schiffes dehnte ſich auf der Helling dahin. Die feſtlich geſchmückten Matroſen und Zimmerlente waren beſchäftigt, die letzten Theile des Gerüſtes nieder zu reißen, mit welchen das neue Schiff umgeben war. Dichte Gruppen von Matroſen, Zimmerleuten und andern Handwerkern, welche beim Schiffsbau betheiligt ſind, ſtanden in der Nähe umher, während die großen Maſſen umherliegender Bauſtämme von Knaben wimmelten, die hier dem Ablaufen zuſehen wollten. Einige Matroſen beſtrichen die ganze Helling mit grüner Seife, um fie ſchlüpfrig zu machen. So eben wurden die letzten Keile herausgetrieben, welche das Schiff feſt hielten. Es ward nun nur noch durch das Stopptau feſtgehalten, das aus dem Spiegel des Schiffes lief und um einen ſtarken, tief in die Erde eingerammten, Pfahl geſchlungen war. Sobald dieſes Tau durchhauen iſt, ſo wird das Schiff über die ſchlüpfrige Helling hinab in das Waſſer gleiten. Hoch über dem
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