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Zweites Kapitel.
Das neue Schiff auf hoher See.— Die Küſte von Afrika.— Die Barre und die Mündung des Formoſo.— Die Reiſe auf dem Strom.
Es iſt für jeden denkenden Menſchen immer eine große Seereiſe eine wichtige Unternehmung, an welche ſich theils eine Maſſe von düſtern Ahnungen und Befürchtungen, theils aber auch ſehr erhebende Betrachtungen knüpfen. Die meiſten Rei ſenden betraten jetzt das Verdeck, als ihnen der Schall der Kom: mandoworte, der taktiſche Schritt der an der Ankerwinde arbeitenden Matroſen und das Geraſſel der Taue und Holzblöcke, welches mit dem Beiſetzen der großen Segel verbunden iſt, ſo wie der ganze Lärm der Abfahrt den Augenblick des wirk— lichen Scheidens vom Lande verkündigte. Kaum waren dieſe Arbeiten verrichtet und das Schiff im freien Waſſer, ſo wurden die Kanonen gelöſt und mit dieſer Förmlichkeit trat das neue Schiff ſeine Reiſe an. Der ſtarke Nordoſtwind wirkte durch die neuen Segel ſo belebend, daß der raſche Lauf des Schiffes den Kapitän entzückte und dieſer den Augen— blick nicht erwarten konnte, wo fein Kommando begann. Der Lootſe hatte binnen einer halben Stunde fein Geſchäft beendigt und kehrte reich belohnt zum Lande zurück. Das ſanfte Schaukeln des Schiffes, ſeine wiegenförmige Bewegung über die hohen breiten Wellenfurchen bewieß die tiefe offene See. „Nun hab ich dich auf blauem Waſſer, mein wackeres Schiff, rief van der Mark voll hoher Freude; nun zeige dich in deiner Eigenthümlichkeit.
Von dieſer Stunde an begann eine Reihe von den durch— dachteſten und verſchiedenſten Verſuchen, um zu ſehen, wie raſch, und unter welchen Umſtänden das Schiff am ſchnellſten
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