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ſehen, welche dabei zum Vorſchein kamen. Wer von den Negern ſich etwa am meiſten angeſtrengt hatte, bekam zur Belohnung noch einen Schluck Waſſer. Gegen fünf Uhr des Abends wurden die Neger wieder in den Raum ge: bracht und hier auf die bereits beſchriebene Weiſe verſichert.
So ging es während der ganzen Dauer der Reiſe, bis das Schiff endlich den Ort ſeiner Beſtimmung erreichte. Ich floh von dieſem fluchwürdigen Fahrzeug; ich prieß mich glück lich, als ich keinen der Menſchenhändler mehr ſah. Mir war unendlich leicht zu Muthe und ich athmete freier, wie Jemand, der nach einer langen grauſamen Kerkerſtrafe zum erſtenmale in Gottes weiter ſchöner Natur ſich ergötzen darf.
Ich war erlöſt, aber ich wußte nicht wohin und was jetzt aus mir werden ſollte. Voll Verlegenheit wendete ich mich an einen meiner Amtsgenoſſen. Durch Gottes Hilfe fand ich ſogleich den rechten Mann. Es war ein ehrwürdiger Prieſter, hochgeachtet durch ſeine Frömmigkeit, an den man mich wieß. Er behielt mich bei ſich in ſeiner Wohnung und empfahl mich an Hernandez. Hier auf dieſer ſchönen Plantage lebe ich jetzt ſchon mehrere Jahre. Gott ſegnet mein Werk. Geprießen ſei Sein heiliger Name. Ihm ſei Ehre in Ewigkeit. Amen.
Nach ſchrift. Sollten jemals dieſe Blätter in Ihre Hände kommen, welche ich Ihnen an demſelben Abend über— geben wollte, wo Sie uns auf eine ſo geheimnißvolle und grauſame Weiſe entriſſen wurden, ſo verwahren Sie dieſelben als ein Vermächtniß. Ach, ich fühle, daß ich dem Grabe nahe ſtehe. Doch Gottes Wille geſchehe; ich bin bereit zu folgen, wenn er den müden Diener rufet. Mit zitternder Hand ſchreibe ich dieſe Worte und was hät te ich auch weiter noch von mir hinzuzufügen. Ich kann ja jetzt zufrieden ſterben. Mein einziger, ſehnlicher Wunſch iſt, ſo weit es ſein konnte, erfüllt. Ich ſehe um mich Menſchen, die ich zu

