Haufe, theils in die großen öffentlichen Speicher gebracht. Die Güte der Handelsartikel und der Umſtand, daß ſie gegerade auf dem Platze ſehr geſucht waren, bewirkten den raſcheſten und vortheilhafteſten Abſatz.
Mit Beginn des Jahres 1809 übernahm Gottfried das Geſchäft feines Onkels. Herr Neumann hatte es ſo ges wünſcht da er ſchon ſeit längerer Zeit kränklich war. Van der Mark ſah Gottfried mit wehmüthigem Gefühl vom Schiffe ſcheiden und auch Sternberg, ſowie ins Beſondere die Matroſen, gewöhnten ſich nur mühſam an den Gedanken, daß ihr Liebling ſie ferner nicht mehr auf ihren Fahrten begleiten würde. Der Kapitän wohnte den ganzen Winter über bei Gottfried, und ging erſt im Frühjahr 1809 nach der Küſte von Afrika, um in Intereſſe des Herrn Neumann Das ſelbſt eine zweite Ladung für ſein Schiff zu ſuchen.
Quashoo blieb bei Gottfried. Der Neger wurde bald nach der Ankunft des Schiffes getauft; Gottfried konnte ſich nie entſchließen, ſich von ihm zu trennen und der Neger wünſchte nichts Anderes, als bei feinem Herrn treu bis aus Ende ausharren zu dürfen.
Im Frühlinge unternahm Herr Neumann, deſſen Geſundheitsumſtände ſich ſehr verſchlimmert hatten, eine Reiſe nach Wisbaden. Seine Schweſter begleitete ihn. Gottfried erhielt nach Verlauf einiger Wochen Briefe, welche ihn bes wogen, ſelbſt nach Wisbaden zu gehen. Er traf feinen lie bevollen Onkel zwar noch am Leben; aber bald nach ſeiner Ankunft erlag Herr Neumann den Beſchwerden, an welchen er ſchon den ganzen Winter über litt. In Gottfrieds Armen hauchte er ſeinen Geiſt aus.
Gottfried ließ ihn zu Wisbaden beerdigen und reiſte uns mittelbar nachher nach Rotterdam ab. Hier angelangt, wurde er nebſt ſeiner Mutter vor Gericht beſchieden und ſah ſich teſtamentariſch in den Beſitz des ganzen Vermögens

