vom Hals ſtatt vom Schenkel, oder auch wann man ihn nach einem Krauthaupt ſchickte, das in die Fleiſchbrühe ſollte, war die Suppe ſchon angerichtet ehe Kaſpar zurück war. Benjamin lachte, Beißkurz ärgerte ſich, und meine Großmutter prügelte den Kaſpar.

Warum aber auch, ſagte eines Tages mein Großvater, ärgerlich daß er wegen Kaſpars Abweſenheit einen Kalbskopf ohne Zwiebeln eſſen mußte, zu ihr, be­ſorgſt du deine Sachen nicht ſelber?

Warum! warum! erwiderte meine Großmutter, weil ich nicht zur Meſſe kann ohne Frau Laland zu bezahlen.

Zum Teufel auch! theure Schweſter, warum hat Sie denn nicht mit Ihrer Niederkunft gewartet, bis Sie Geld hatte.

Frag doch lieber deinen Einfaltspinſel von Schwager, warum er mir ſeit einem Monat nicht einen armen Thaler nach Hauſe gebracht hat.

Alſo wenn du ſechs Monate ohne Geld bliebſt, ſagte Benjamin, ſo würdeſt du dich ſechs Monate lang in dein Haus einſperren wie in ein Lazareth.

Ja, antwortete meine Großmutter, denn wenn ich ausginge, ehe ich in der Meſſe geweſen wäre, ſo würde der Pfarrer auf der Kanzel von mir ſprechen, und in der Straße würde man mit Fingern auf mich deuten.