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daß er warmen Wein verlangte. Man machte ihm flink einen ganzen Keſſel voll. Nachdem er die Hälfte davon getrunken hatte, gerieth er in einen ſolchen Schweiß daß man glaubte er werde ſchmelzen. Er ſchluckte den Reſt, ſchlief wieder ein, und um acht Uhr morgens befand er ſich vortrefflich. Wenn der Herr Pfarrer dieſe That ſachen zu Protokoll genommen hätte, ſo wäre mein Onkel ohne weiteres heilig geſprochen worden. Man hätte ihn wahrſcheinlich den Schenkwirthen zum Schutzpatron gegeben, und er hätte, ohne ihm zu ſchmeicheln, mit ſeinem Zopf und rothen Fracke ein prächtiges Wirthsſchild abgegeben.
Eine Woche und mehr war ſeit der glücklichen Entbindung meiner Großmutter verfloſſen, und ſie dachte ſchon an den Kirchgang. Dieſe Art Quarantäne, welche ihr die Kirchengeſetze auferlegten, hatte große Unannehm lichkeiten für ſie im beſondern und für die ganze Fa milie im allgemeinen. Erſtlich wenn irgend ein außer gewöhnliches Ereigniß, ein ſchöner Skandal zum Bei ſpiel, die ruhige Oberfläche des Mühlviertels in Bewe gung ſetzte, konnte ſie mit ihrem Nächſten in der Mühlſtraße die Sache nicht beſprechen, was für ſie eine harte Entbehrung war; ſodann war ſie genöthigt Kaſpar, in eine Küchenſchürze gewickelt, auf den Markt und zur Fleiſchbank zu ſchicken. Kaſpar aber verlor entweder das Geld fürs Rindfleiſch im Pfropfſpiel, oder er brachte

