— Das iſt nicht der Mühe werth, antwortete mein Onkel, denn ich bin gleich zu Ende. Ich meine alſo, fügte er hinzu indem er die Sylben hintereinander herjagte, daß man den Körper eines Mannes von meiner Größe nicht in Haft bringen kann wegen elender vierzig Thaler.
— Nach Ihrer Rechnung, ſagte der Amtmann, könnte ſich die Körperhaft nur auf einen Ihrer Arme, eines Ihrer Beine, oder am Ende gar nur auf Ihren Zopf erſtrecken.
— Erſtlich, erwiderte mein Onkel, mache ich dem Herrn Amtmann bemerklich daß mein Zopf nicht bei der Sache betheiligt iſt; ſodann erhebe ich nicht die An ſprüche die der Herr Amtmann mir zuſchreibt: ich bin untheilbar geboren und ich beabſichtige all mein Lebtag untheilbar zu bleiben; aber da das Pfand wenigſtens doppelt ſo viel werth iſt als die Schuldforderung, ſo bitte ich den Herrn Amtmann auszuſprechen, daß das Urtheil auf Körperhaft erſt dann zum Vollzuge kommen kann wenn mir Herr Gutfärb drei andere rothe Fräcke geliefert haben wird.
Herr Rathery, Sie ſind hier nicht in der Schenke; ich bitte Sie ſich zu erinnern mit wem Sie ſprechen; Ihre Reden werden ſo unachtbar als Ihre Perſon. — Herr Amtmann, ich habe ein gutes Gedächtniß

