Weitere fünfzehn Groſchen Strafe! heulte der Amtmann.

Wie! ſagte mein Onkel, fünfzehn Groſchen Strafe weil ich der Frau Amtmännin mein Kompliment mache? und er ging hinaus.

Der Teufelskerl, ſagte Abends der Herr Amt mann zu ſeiner Frau, ich hätte nie geglaubt daß er ſo ruhig bliebe. Aber er mag ſich nur in Acht neh men, ich habe einen Haftbefehl gegen ihn erlaſſen, und ich werde mit Gutfärb ſprechen damit er dieſen ſogleich vollziehen läßt. Er ſoll erfahren was es heißt mir Trotz zu bieten. Bis ich ihn zu den Feſten der Stadt einlade, mag er lange warten, und wenn ich ihm ſeine Praxis ſchmälern kann

Pfui! Herr Amtmann, antwortete ihm ſeine Frau, ſind das die Gefühle eines chriſtlichen Beamten? Was hat er Ihnen denn gethan, der Herr Rathery? ſolch ein luſtiger, hübſcher, liebenswürdiger Mann!

Was er mir gethan hat, Frau Amtmännin? Er hat es gewagt mich daran zu erinnern daß Ihr Schwiegervater ein Gensd'arm war; übrigens beſitzt er mehr Geiſt und mehr Rechtſchaffenheit als ich glauben Sie daß das nichts iſt?

Den nächſten Morgen dachte mein Onkel nicht

mehr an den gegen ihn erlaſſenen Haftbefehl; er ſteuerte