gedehnt als die, deren ſich die Perſon des Herrn Amtmanns rühmen kann, in Anbetracht daß ich nur von den rechtſchaffenen Leuten geachtet werde, aber—
— Herr Rathery! ſchrie der Amtmann der auf die Epigramme, mit welchen ihn mein Onkel ſtachelte, keine beſſere und leichtere Antwort zu finden wußte, Sie ſind ein Unverſchämter!
— Mag ſein, erwiderte Benjamin indem er ein Fiſerchen vom Aufſchlage ſeines Fracks ſtäubte; übrigens glaube ich den Herrn Amtmann in Kenntniß ſetzen zu müſſen daß ich mich dieſen Morgen in den Grenzen der ſtrengſten Mäßigkeit gehalten habe; daß er alſo, falls er mich aus den Schranken der Achtung treiben wollte die ich ſeinem Rocke ſchulde, ſich vergebliche Unkoſten machen würde.
— Herr Rathery, rief der Amtmann, Ihre Anſpielungen ſind beleidigend für die Juſtiz; ich verurtheile Sie zu zehn Groſchen Strafe.
— Hier iſt ein Thaler, ſagte mein Onkel indem er das Geld auf den grünen Tiſch des Richters legte, machen Sie ſich bezahlt.
— Herr Rathery! ſchrie der Amtmann außer ſich, gehen Sie hinaus.
— Herr Amtmann, ich habe die Ehre mich zu empfehlen; meine Komplimente der Frau Amtmännin, wenn ich bitten darf.
Mein Onkel Benjamin.

